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Auf dieser Seite stelle ich die Briefe ein, welche ich an Zeitungen geschrieben habe und die veröffentlicht wurden. Einige sind Kommentare zu Artikeln, manche aber Texte für einen Aufruf nach Erfahrungen und ähnliches

Ja ja, diesen Artikel hier, daran kann ich mich gut erinnern. Er macht hier den Anfang, weil er wegen meinem kleinen Fire geschrieben wurde. Der Artikel lautete “Spontankauf bei Pferden” und war in der Pferdebörse, die auch dazu einen Aufruf gestartet hatten, wie sie es immer für solche Themen tut, wo Erfahrungen gebraucht werden.

Betreff Spontankäufe Erfahrung:

Ich habe vor knapp 7 Monate durch eine Bekannte einen Araberwallach bekommen, sie hatte mich damit wirklich überrascht. Ich war mit ihr wegen einem Tierschutzmäßigen Pferdetransport am telefonieren und zu koordinieren, wo sie mich auf einmal fragte, ob ich ein Pferd haben wollte. Ich erst gedacht, das ich mir keine größere Anschaffung derzeit leisten konnte, zumindest was einen größeren Kaufpreis anging und vor allem nicht so kurzfristig. Sie erzählte mir von ihm und sagte, das er ein bildhübscher Fuchs wäre, polnisch gezogen und bis auf Nazeer zurückgeht. Ich hatte ab dem Zeitpunkt schon ein wenig Blut geleckt, da ich Füchse sehr mag und weiß welch gutes Blut die Nazeerlinie hat. Allein schon durch El Shaklan und das Golden Cross. Nur ich wusste halt bis zu dem Zeitpunkt nicht was er kosten sollte und auch nicht so genau wie er ausschaut. Sie hatte mich zwar darauf hingewiesen, das er schon 19 ¾ Jahre alt war, aber das ist für mich nur noch Nebensache gewesen. Sie überrumpelte mich, als sie mir sagte, das dieser Wallach mit Schutzvertrag abgegeben werden sollte und das mit den obligatorischen 1 Euro. Lange dachte ich nun nicht mehr nach und war froh, das sie es mir gesagt hatte. Sie schickte mir per Mail noch zwei Photos von ihm und ich war glattweg zu diesem Zeitpunkt verloren. Nun ja, seit dem Zeitpunkt hatte ich ein Pferd, was ich zuvor noch nie gesehen oder von gehört hatte. Er ist so eines dieser „Klick und Haben“ Pferde, die man ungern wieder weggibt. Wir hatten zwar die letzten Monate viel zu tun mit ihm, beziehungsweise meine Bekannte, weil er bei ihr in Norddeutschland steht und ich noch bei Frankfurt wohne. Jedoch musste ich und meine Bekannte feststellen, das die Photos die wir von ihm hatten, doch ein wenig älter waren. Denn er sah zu dem Zeitpunkt, wo er ankam wie ein arabisches Kaltblut aus. Wir mussten ihn auf Diät setzen und nun sind wir dabei Muskeln aufzubauen, mittlerweile ist er wieder nur Araber. Aber dennoch, habe ich diese kurzfristige Entscheidung bis heute nicht bereut und denke auch nicht das ich es noch werde. Denn er ist mein kleiner „Knuddelarabär“ geworden, den ich nicht um alles in der Welt wieder hergeben möchte. Gut, das einzige was ich doch ein wenig bereue, ist das er kein Hengst mehr ist, denn so hätte ich dann noch etwas von ihm, wenn er mal nicht mehr wäre. Aber auf jeden Fall freue ich mich, wenn ich ihn wieder beim nächsten Besuch sehe und mit ihm knuddeln kann.

Diesen Leserbrief schrieb ich auf einen Artikel im Maintaler Tagesanzeiger vom 21.03.07. Der Leserbrief selbst wurde am 03.04.07. abgedruckt und ein wenig hatte ich mich gefreut, das man meine Meinung nicht übergangen hatte. Ich habe zur Vorsicht meinen Brief hier noch einmal eingestellt, da man es auf dem Artikel schlecht erkennen kann und größer möchte ich das Bild, wegen der Ladezeit nicht machen.

Betreff: Leserbrief „Pferdewirt nur selten ein Traumjob“ 21.03.07

Sehr geehrtes Team der Maintal Tagesanzeiger,

mit Interesse habe ich ihren Artikel gelesen. Doch ich muss als ausgebildeter und seit längerer Zeit professioneller Pferdepfleger, in einigen Punkten widersprechen. Ich habe selbst erfahren müssen, das es nicht nur von Seiten des Betriebes kommt. Es ist zwar wirklich so, das oft genug die Auszubildenden ausgenutzt werden, aber oft ist es so das die meisten in diesem Moment aus ihrem „Wendy-Traum“ aufwachen. Denn häufig kommen zumeist Mädchen mit diesen Gedanken in einen Stall und denken Hauptsächlich ans Reiten und an Abenteuer. Die Wirklichkeit sieht nun mal anders aus und das begreifen sie nach und nach. Es heißt nicht umsonst „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ und das vergessen viele. Das heutige Pferdegeschäft ist nicht mit Black Beauty, Immenhof und CO. zu vergleichen, es ist knallhart und auch ich musste es oft merken. Wer nicht wirklich den Willen hat, in dieser Welt mitzuhalten, der wird es niemals schaffen, sich auch in der dazugehörigen Sportwelt zu behaupten. Mitunter zehn Stunden am Tag Misten, das ist sehr übertrieben. Große Ställe machen meistens Matratzenmisten und leeren z.B. Monatlich mit Maschinen, so wie mit einem Traktor oder Weidemann. Kleinere Ställe, wo Maschinen keine Chance zur Arbeit in der Box haben, besitzen meistens nicht so viele Pferde und da werden die Boxen im Grunde jeden Tag gemacht. Das dauert in einem Stall mit 30 Pferden gerade einmal mit 3 – 4 Personen knapp 2 Stunden und da ist Heu, nebst Kraftfutter und Hoffegen beigerechnet. Das die Ausbildung schlecht ist, das kann ich nur teilweise bestätigen, denn nicht jeder Stall taugt für eine Ausbildung und es ist „nicht alles Gold, was glänzt“. Was die fehlende Freizeit betrifft, da kann ich auch nur sagen, das es zumeist nicht weniger ist, als bei anderen Ausbildungsberufen. Ich habe neben der Arbeit genug Zeit für mein Pferd, Hobbys und meiner Schriftstellerei. Aber auch um etwas zu unternehmen reicht sie. Man darf dabei aber auch nicht vergessen, das Pferde Tiere sind, man kann sie gegen Abend oder am Wochenende nicht einfach abschalten. Dazu kommen dann noch z.B. Tierarzt, Schmied, Kunden für Verkaufspferde, Turniere und auch Fohlengeburten. Ich rate jedem zuerst wirklich mindestens zwei Praktiken zu machen und eventuell in der Freizeit in einem Stall mitzuhelfen, bevor die Zeit der Ausbildung gekommen ist. Es ist vielleicht ein harter Beruf und oft ist man den Wetterverhältnissen ausgesetzt, doch wer erst einmal die schwersten Hürden geschafft hat, der hat einen Job fürs Leben.

 

 

Ein weiterer Leserbrief den ich verfassen konnte, diesmal zu einem Thema in der Reiter Revue international, zu einem Bericht über das Modellpferdesammeln. Er steht auf der Seite 110, in der RRi 1/2008.

Betreff: RRi 11/2007 Modellpferde

Hobby ernst nehmen

Ich möchte mich als Modellpferdesammler bei ihnen für diesen vorzüglichen Beitrag in ihrer Zeitschrift über unser Hobby bedanken. Ihr Artikel war mehr als erfrischend und zeigt, wie es bei unserem Hobby zugehen kann. Sollte in der Zukunft wieder einmal jemand über mein Hobby lächeln, werde ich ihren Beitrag hervorsuchen und ihm unter die Nase reiben. Ich denke, dass derjenige dann verstehen wird, dass es genauso hart wie bei einem richtigen Turnier zugehen kann. Ich hoffe, dass Sie in Zukunft vielleicht noch so einen Beitrag bringen, eventuell sogar vom dem Breyerfest USA.

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