Die Legende

Donnerwellenzyklus Teil 1

by

Shailen Nohrein©

Einhörner, wunderschöne Wesen des Lichtes. Auch Firestorm ist einer von ihnen. Jedoch ist er anders als sie. Er hat Flügel. und er ist der letzte überlebende Einhornhengst seiner Art. Sein Schicksal ist mit der gesamten Welt und der Magie verbunden. Stirbt er, stirbt alles. Er ist einer der Hüter des Gleichgewichtes. In seinem Leben lernt er zu zaubern, zu kämpfen und zu lieben, aber auch einige Überraschungen erwarten ihn.

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Firestorm die Legende ist nun seit 2005 fertig und wurde auch schon erfolgreich bei dem August von Goethe Verlag (Mitglied der Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG) vorgestellt. Bis dato gibt es ein Verlagsangebot für das derzeit nur das Geld fehlt. Aus diesem Grunde suche ich einen Sponsor, der mich bei diesem Projekt unterstützt.

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Prolog / 1 & 23 & 45 & 67 / 8 & Epilog

Donnerwelle

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Prolog / Kapitel 1 & Kapitel 2

Das Ende vom Anfang, der Anfang vom Ende. & Die Verwandlung.

Ajeta, von was Träumst du gerade?“ „Du weißt das es unhöflich ist, jemanden beim Träumen zu stören, Nodesch. Ich träumte von vergangen Zeiten, von meinen Eltern und Freunden, die ich wahrscheinlich nie wieder sehen werde.“ „Erzähl mir bitte von ihnen.“ „Nun gut. Alt genug bist du ja jetzt, aber vergiss nicht, das es wirklich geschehen ist. Auch, wenn es sich an mancher Stelle wie ein Märchen anhört, es ist ein Teil unseres Lebens, unserer Legende und auch ein Teil vom Leben deines Vaters. Märchen entstehen in der Phantasie, Legenden jedoch im Herzen. Hör gut zu, da ich sie nur einmal erzählen werde, oder vielmehr nur einen Teil des Ganzen, da es noch nicht zu Ende ist.

Angst, dies war das Gefühl, was die Einhörner hatten. Als die Menschen noch dachten, dass sie durch das Horn eines Einhorns ewige Macht auf Erden erreichen würden. Durch diesen falschen Gedanken wurden die Einhörner gejagt, bis nur noch wenige Herden übrig waren. Zu diesen Herden gehörte auch eine Herde mit einem besonders starkem Hengst. Mein Vater, Shadow. Du kannst dir denken, das er seinem Namen alle Ehre machte. Durch die Fähigkeit sich und andere in den Schatten der Wälder zu verbergen, war es noch niemandem gelungen, ihn und seine Stuten zu finden. Es war eine Zeit des Umbruchs und dadurch verschwand das Einzelgängerdasein bei vielen unserer Vorfahren. Es war zu gefährlich geworden allein zu sein und darum bildeten sie wie die Pferde, Herden. In ihnen war der Schutz größer.

Einige Zeit später an einem anderen Ort, kehrte gerade der Zauberer Sarom von der Einhornjagd zurück und war damit beschäftigt, alles für das Ritual vorzubereiten. Wo er das Horn meines Vaters abschlagen wollte, um damit die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das schlimmste daran war, das es auch Shadow´s Todesurteil bedeutete. Doch das interessierte Sarom nicht, denn er war ein kaltherziger Mensch und nur an Macht interessiert. Auch wenn er schon sehr alt aussah und sein grauer Bart dies unterstrich, war er noch immer so stark wie ein Jüngling im besten Kampfesalter. Seine Augen strahlten einen großen Hunger aus, Hunger nach Macht. Die Macht die er sich durch das Horn meines Vaters erhoffte.

Es sah aus wie eine vierblättrige Blüte und in ihr waren vier weitere Symbole, eines in jedem dieser Blütenblätter und im Zentrum dieser Blüte befand sich ein fünftes Symbol. Heute weiß ich was diese Symbole bedeuten. Die Blüte ist das Wappen des Landes aus dem der Schatten stammt. Die Symbole in den Blättern stehen für Feuer, Wasser, Erde und Luft, die vier Elemente und das Symbol im Zentrum steht für die Seele und das reine Herz, das durch die Liebe im ewigen Feuer der Hoffnung, aber auch der Sehnsucht und des Schmerzes wandert. Das Wappen war der Vorbote eines Ereignisses, das alles verändern würde und es war überall zu finden was mit dem Schatten zu tun hatte.

Sagte Sarom verachtend und schlug zu. Bevor er jedoch traf, fegte ein Windstoss zwischen Sarom und Shadow hindurch und leise hörte man, wie meines Vaters Seele einen Ruf der Befreiung von sich gab. Shadow´s Umrisse glühten kurz auf. Dann traf Sarom, schlug das Horn ab und im gleichen Moment brach Vater tot zusammen. Der Schatten auf dem Sims war so wie das Leben meines Vaters verschwunden.“ „Ein trauriges Ende für deinen Vater.“ „ Das war es, aber vergiss nicht, das er von dem Schatten erlöst wurde, bevor ihn das Schwert von Sarom traf. Der Tod von Vater ging jedoch durch die ganze Welt und ließ jeden aufhorchen, auch Moonlight.

Mehrere Schwertkämpfer deren Kampftechnik er nicht erkennen konnte. Doch die Farben ihrer Gewänder kannte er. Es waren Freikrieger und zwar von der Sorte, die für eine gerechte Sache kämpften, um einen Eid zu erfüllen, den ihr Clan vor Jahrhunderten geleistet hatte. Einer von diesen Freikriegern fiel ihm besonders auf, sein Gewand war mit einem schwarzen Pegasus verziert und seine zwei Schwerter ließen die Gegner wie Gras fallen, das von einer Sense geschnitten wurde. Kein einziger Schwerthieb kam zu ihm hindurch, doch jeder einzelne Angriff von ihm traf sein Ziel. Assam hatte gehört wie gut Freikrieger kämpfen konnten, aber das was er dort sah, ließ auch sein Herz etwas stocken und er hoffte nie auf diesen Kämpfer zu treffen.

>> Falls wir die Stuten finden sollten, können wir nur hoffen, das eine der Stuten einen Hengst zur Welt gebracht hat. Denn dann wäre das Ende der magischen Wesen und der Magie wieder in weite Ferne gerückt. Aber das werden wir nur erfahren, wenn wir die Stuten vor Sarom finden. << Toras hatte recht, es hing viel von den Einhörnern ab und bald sollten wir erfahren, das die Magie nur durch mein Erbe existierte und ohne mich sterben würde. >> Aber wird der Hengst es wirklich schaffen das Ende zu verhindern? << Fragte Sergas zweifelnd. >> Es hat schon einmal eine ähnliche Situation gegeben, damals war es Shadow der das Ende abgewendet hatte. <<

>> Was würde ich nicht verstehen? Das du, der Sohn von Shadow Angst hast. << Das war zuviel für mich. Ich blieb stehen und schaute Sill mit einem Blick an, den sie bei mir noch nie gesehen hatte. Sie ahnte gar nicht was für eine Angst ich hatte. All die Zeit, seitdem ich begriffen hatte was von mir abhing und seit ich entdeckt hatte was mein Herz fühlte, begleitete die Angst mich am Tage sowie in der Nacht. >> Ich habe keine Angst um mich, es ist meine Bestimmung den Tot meines Vaters zu rächen. Doch ich habe Angst um Mutter, Saret und die ganzen anderen Wesen in diesem Tal. Die größte Angst ist aber. << Ich holte tief Luft, da das was ich sagen wollte tief von mir innen drin kam und das offenbaren würde, was ich wirklich fühlte. >> Dich zu verlieren. << Ich wandte mich um und galoppierte los.

Nach kurzer Zeit erreichte ich den Vorsprung und sprang. Es war ein Atemberaubender Sprung. Ich spürte etwas in mir aufsteigen, so etwas wie ein Glücksgefühl so frei zu sein und den Boden nicht berühren zu müssen. Damals wusste ich nicht, das dieses Gefühl was in mir aufstieg von meinem Pegasusblut kam. Auch wenn ich damals noch keine Flügel hatte, sah es so aus als ob ich fliegen würde. Ich schaffte es irgendwie neben Silverstar aufzusetzen. Jedoch hatte ich zuviel Schwung drauf und rutschte an Sill und Sunfire vorbei. So gut es nur ging bremste ich und als ich stand, wendete ich. Doch was meine Augen erblickten, zerriss mir das Herz. Mutter war von einem Pfeil getroffen worden. Sie stieg, taumelte rückwärts und kam der Schlucht immer näher. Dann passierte es, die Kante gab nach und sie stürzte in die Schlucht. >> Nein! <<

>> Meine Zeit ist nun gekommen, mein Sohn. Shadow ruft mich. Mach dir keine Sorgen, dort wo ich hingehe ist es wunderschön. << Redete sie mit schwacher Stimme. >> Ich möchte nicht, das du gehst. Was soll aus uns werden wenn du fort bist? << >> Firestorm, ich kann dir nur soviel sagen, das du deinem Herzen folgen sollst. Du hast Silverstar, ich kann spüren wie sehr du sie liebst. Nun geh und mach es nicht noch schwerer. Versprich mir, das du deinem Herzen folgst, so wie es unsere Ahnen getan haben. << >> Ja, ich verspreche es. Aber? << >> Nicht aber. Geh, werde glücklich mit Silverstar. << Ich richtete mich schweren Herzens auf und drehte mich um. Doch bevor ich losflog, wollte mein Herz ihr Aussehen in sich einschließen und ich schaute mich noch einmal um. Der Kopf meiner Mutter lag auf dem Boden und die Augen waren geschlossen. Doch sie atmete noch, sie wartete auf den Tot. Sie sah aus, als würde sie nur schlafen und genauso wollte ich sie in Erinnerung behalten.

Meine Augen erblickten Saret. >> Firestorm, Silverstar, was ist mit Euch geschehen und wo ist Sunfire? << Fragte sie mit einer mehr als verwirrten Stimme. >> Meine Mutter ist. << Ich konnte es nicht über mein Herz bringen, da der Schmerz über den Verlust noch zu tief in meiner Brust steckte. Sill sah mich an und verstand, was ich in diesem Moment fühlte und sprach für mich weiter. >> Sunfire ist tot. << Saret konnte sich nun nicht mehr in der Luft halten und landete auf einem Stein.

Doch einen Moment später kamen sie wieder aus der Höhle gerannt, dicht gefolgt von einem Feuerball, der Toras nur knapp verfehlte. >> Was war das? << Kam es von Sergas, der sich hinter einem Baum versteckte. >> Ich weiß es nicht. Mit so etwas habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Moment, da kommt etwas aus der Höhle. << Kam es von Toras, der sich hinter einen kleinen Fels gerettet hatte. Beide zogen nun die Köpfe ein, um nicht entdeckt zu werden. Sergas aber lugte vorsichtig hinter seinem Baum hervor, um zu sehen was aus der Höhle gekommen war. Doch das was er sah verschlug ihm den Atem. Toras sah wie seinem Befehlshaber der Mund offen stand. Sergas schaute ihn an und machte ihm dann mit Zeichensprache verständlich, das er sich anschauen sollte, wer da aus der Höhle gekommen war. Toras spähte über seinem Felsen hinweg und ihm verschlug es genauso den Atem. >> Der Pegasus auf dem Thron. <<

Kapitel 3 & Kapitel 4

Die Insel der Zeit. & Der verlorene Kampf.

Er war ein mächtiger Zauberer und wollte so wie Sarom noch mehr Macht, egal für welchen Preis. Jursa hatte es angeblich geschafft, das Horn des ersten Einhornes zu nehmen und war, dadurch das er es an eine goldenen Einhornstatue anbrachte, unsterblich geworden. Jedoch war das Einhorn nicht gestorben, wie es sein Horn verlor, da Jursa es durch einen Fluch genommen hatte. Dadurch verwandelte sich dieses Einhorn in eine Frau. Allerdings war es dem Zauberer zu gefährlich und er befahl diese Frau töten zu lassen. Aber ohne es zu merken, hatte sein Sohn sich in diese Frau verliebt und sie sich in ihn. Deshalb bot er sich zum Schein an sie tief in die Wälder zu bringen und dort zu töten. Seinem Vater gefiel diese Einstellung und er vertraute ihm. Doch als sie weit genug weg von der Burg waren, fingen sie an nach Hilfe zu suchen, um das Horn zurückzubekommen. Sie lernten einen Krieger kennen der ihnen half, als jemand der sich ihnen angeboten hatte, sie überfallen wollte. Sie waren ihm beide dankbar und waren überrascht, als er ihnen seine Hilfe anbot. Für kurze Zeit wussten sie nicht so recht was sie tun sollten, aber als er ihnen sagte, das er ein Freikrieger war und dies tat um einen Eid zu erfüllen, willigten sie ein. Sie fanden schnell heraus, das er nicht nur ein Freikrieger, sondern auch ein Zauberer war, ein sehr mächtiger sogar. Zusammen mit ihm und einem seiner Freunde, zogen sie zu der Burg und wollten das Horn holen. Ab diesem Zeitpunkt wussten die Mönche nicht so genau wie es weiterging. Sie wussten nur, dass sie das Horn holen konnten, die Frau wieder zum Einhorn wurde. Das Jursa den nächsten Tag nicht mehr erlebte und das sich sein Sohn aus Liebe zu dieser Frau, von dem Freikrieger auch in ein Einhorn verwandeln ließ.

Ich tauchte zwischen den Bäumen hindurch und sah das was ich gerochen hatte. Doch das was meine Augen erblickten, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Ein paar Trolle wollten gerade über einen leblos aussehenden Körper herfallen, aber dies konnte ich nicht zulassen. Ohne Vorwarnung landete ich direkt neben einem der Trolle, der etwas entfernt von den Anderen stand und mich nun verdutz anschaute. Ich gab ihm einen lächelnden Blick zurück und bevor der Troll überhaupt etwas unternehmen konnte, wurde er schon von meinem Hinterhuf gegen den nächsten Baum geschmettert und war auf der Stelle tot. Die anderen Trolle schauten sich um, um zu sehen was das für ein Geräusch gewesen war. Aber als sie mich sahen, ließen sie vorerst einmal ab, von ihrem Vorhaben und kamen auf mich zu. Das war meinem Instinkt nur Recht, er wollte das die Trolle mich angriffen. Damit sie diesen Körper in Ruhe lassen würden. Doch ich wusste nicht warum ich dies tat, aber meine Seele wusste das dies wichtig für die Zukunft wäre. Die Trolle kamen immer näher, jedoch wich ich keinen Schritt zurück. Ich wusste nicht warum ich vor diesen Trollen Angst haben sollte, meine Magie war stärker als ihre Muskeln. Im Gegenteil, ich ging sogar einen Schritt auf die Trolle zu und hielt ihnen mein Horn drohend entgegen. Das verblüffte die Trolle und sie zögerten einen Moment, denn normalerweise flüchtete jeder Waldbewohner vor ihnen. Doch ihr Kampfinstinkt war nun geweckt und sie gingen wieder auf mich zu. Wenn die Trolle geahnt hätten mit wem sie sich da einließen, wären sie mit großer Wahrscheinlichkeit geflohen. Vielleicht aber auch nicht, da sie nicht gerade für Intelligenz bekannt waren. Ich überlegte kurz was ich tun sollte, entschied mich meine Magie zu wecken und ihr die Trolle zu überlassen. Ich ließ meiner Magie freien Lauf. Sie befahl mir meine Flügel und meinen Kopf nach oben zu nehmen. Dann passierte es, die Magie jagte durch mich in einem gewaltigen Ausbruch hindurch. Ich fing an zu leuchten und für einen Augenblick dachte man, das ich mich auflösen würde, doch dem war nicht so. In mir baute sich etwas auf, das wie ein Raubtier war, oder besser ein Raubvogel, voller Magie und bereit das zu tun was ich ihm befahl. Ich senkte meinen Kopf in die Richtung aus der die Trolle kamen und schaute sie an. Mit einer schnellen Bewegung ließ ich meine Flügel in einer Halbmond Bewegung nach unten und dann neben meinen Kopf schnellen. Eine gewaltige Flamme schoss von mir fort auf die Trolle zu, jedenfalls sah es so aus. Doch bei näherer Betrachtung war diese Flamme gar keine Flamme. Es war ein Feuervogel und er wusste das die Trolle seine Opfer waren, niemand anderes und er wusste auch warum. Die Trolle wurden von dem Feuervogel erfasst und von seinem flammenden hungrigen Körper aufgezehrt.

Vorsichtig legte ich mich wieder neben sie und einen Flügel auf ihren Körper. Meine Seele hatte einen Entschluss gefasst, ich wollte versuchen sie zu verwandeln, in der Hoffnung das sie wieder Leben würde. Ich konzentrierte mich und meine Magie erwachte. Einen Augenblick lang glaubte ich, das meine Magie zögerte, aber dann ging sie auf die Stute über und im selbem Moment konnte ich spüren wie ihr Herz wieder anfing zu schlagen. Mit einem tiefen Luftzug fing sie wieder an zu Atmen. Mein Herz war mehr als glücklich darüber, das es geklappt hatte. Sie öffnete ihre Augen und sah mich. Im ersten Moment zuckte sie zusammen. Ich bemerkte dies und versuchte sie zu beruhigen. >> Hab keine Angst, ich werde dir nichts tun. Warum auch, ich habe dich schließlich gerettet. << Die Stute beruhigte sich und sah mich an. >> Wer bist du? << Fragte sie und erschrak wieder, als sie merkte das sie gesprochen hatte.

>> Hast du eigentlich einen Namen? << >> Der Mensch, bei dem meine Mutter lebte, nannte mich Aidara. << >> Aidara, ein schöner Name. << Ich erwiderte nun die Liebkosungen von Aidara und ließ mich von meinen Gefühlen treiben. Leider vergas ich die Zeit, so wie bei Silverstar und mir zwei Tage zuvor. Ich weiß nicht so genau wieso, aber meine Seele fand das Aidara meiner Sill in vieler Hinsicht sehr ähnlich war. Jedoch war Aidara meiner Einschätzung nach, fast so alt wie meine Mutter. Noch wusste ich nicht, das Aidara nur die Spitze des Eisberges war. Nach ihr sollten noch viele kommen. Aber davon ahnte ich wie gesagt noch nichts, genauso wenig das ich schon vermisst wurde.

Besonders als ich mit einer riesigen Fontäne in das Wasser einschlug und Sill es mir ein paar Meter daneben gleich tat. Aidara war sich für einen Moment unklar, ob sie uns folgen sollte. Doch dann jagte auch sie mit einem zusätzlichem Flügelschlag in das Wasser. Einen Augenblick lang konnte sie wegen der vielen Luftblasen nichts sehen, aber dann sah sie, wie wir durch das Wasser schwebten und erkannte, das wir Fangen spielten. Aber eines bemerkte Aidara erst zu diesem Zeitpunkt, jedem anderen Wesen das kein Fisch war, oder nicht im Wasser lebte, wäre schon die Luft ausgegangen. Doch davon merkte sie gar nichts, aber dafür merkte sie, das sie atmen konnte. Sie konnte es nicht fassen. Langsam begriff sie, das es mit ihren neu gewonnenen Kräften zusammen hängen musste.

Diesmal passte ich besser auf, aber Nadahren stand schon nicht mehr vor dem Lichtkreis, sondern daneben. Ich merkte dies jedoch erst, als sie mir über den Hals leckte, was einen wohligen Schauer über meinen Rücken laufen lies. >> Diese Begrüßung hätte dir vorhin besser gefallen, oder? << Ich sah sie mit schmunzelndem  Blick an. >> Ich glaube, ich weiß deine Antwort schon. Aber nun komm, ich will dich den anderen vorstellen. << Nadahren lief aus der Halle und ich folgte ihr willig, was auch kein Wunder war. Wenn dies ja mein neues Zuhause sein sollte, so musste ich es ja früh genug kennen lernen. Erst jetzt merkte ich, das wir unter der Erde waren. An einigen Stellen sah ich Gestein, das schon sehr alt war und zu einem Berg gehören musste. Wir kamen durch viele Gänge und an vielen Toren vorbei. Gerne hätte ich in dem Moment gewusst was hinter den Toren ist, doch das hatte eigentlich Zeit, da ich ja sowieso auf der Insel leben würde. Endlich sah ich Sonnenlicht, das aus einem kleinem Fenster kam. Ich blieb stehen, steckte den Kopf durch und sah hinaus. Zuerst wurde ich von dem hellen Licht geblendet und schloss die Augen, aber ich konnte die Düfte von dem Tal riechen. Meine Nüstern fingen soviel sie konnten von den Düften ein und es war ein herrliches Gefühl, das sie verursachten. Es roch nach frischem Grass, Früchten, Blüten und vielem anderen. Doch ein Duft hob sich besonders stark von allen ab, Stuten. Gleichwohl von wo der Wind kam, ich roch Stuten. Ich öffnete nun die Augen und sah die Herrlichkeit dieses Tales, dass sich um das Schloss ausbreitete und auch was ich gerochen hatte, das Grass, die Früchte, die Blüten und die Stuten. Es waren mindestens zwanzig, die ich vom Fenster aus sah und soweit ich erkennen konnte waren alles Einhörner. Ein wenig musste ich an Toras denken und was er über die Insel gesagt hatte, denn er hatte Recht gehabt. Mein weiterschweifender Blick erspähte das Feuergebirge von dem Marvara geredet hatte. Mich wunderte nicht, das niemand die Insel betreten hatte, da ich die Gewalt des Feuers der Berge bis zum Schloss spürte. Doch wusste ich, das auch dieses Feuer mir gehorchen würde, da es mein Element war. >> Firestorm komm schon, du kannst dir später alles anschauen. << Ich zog meinen Kopf aus dem Fenster und sah Nadahren an. >> Wie viele seid ihr? << >> Gute Frage. Ich schätzte wir sind ungefähr achtzig oder hundert Stuten. Es können auch ein paar mehr sein. << Ich schluckte.

Arako lachte über diese letzten Worte, er ahnte nicht, das es ein Fehler war. Ich wusste nun ganz genau wo er war und ließ den Feuervogel auf ihn los. Der Drache bemerkte ihn erst, als der Feuervogel aus dem Rauch auf ihn zuschoss. Mit den gewagtesten Flugmanövern versuchte er ihm zu entkommen. Ich wusste jedoch, das es nichts nützen würde. Der Feuervogel ist unerbittlich, das weiß ich, da ich das Selbe sehe und fühle wie er. Seine Gedanken sind nur auf seine Aufgabe gerichtet und im Moment war Arako sein Ziel. Er kam dem Drachen immer näher, seine flammende Umarmung holte den Drachen ein und ließ ihn mit dem Rücken voran hart auf den Boden aufprallen. Sein heißer Atem umwirbelte den Drachen, aber trotz allem zerrten seine Flammen Arako nicht auf. Der Rauch und der Vogel verschwanden, so das ich mich wieder auf meine Augen verlassen konnte und neben Arako landete. >> Gut gekämpft. Besonders dieser letzte Schlag. Wo hast du das gelernt? << In Arako´s Stimme war die Anerkennung sehr zu hören, worüber ich nicht böse war.

Drak verblasste, die Strahlen verschwanden und die Luken öffneten sich wieder.“ „Es ist traurig.“ „Was ist traurig?“ „Das Schicksal von Aschantor und Schewara. Sie haben sich sehr geliebt, doch nie bekommen.“ „Doch, im Grunde haben sie das. Dies ganze drei Mal.“ „Das versteh ich nicht so ganz.“ „Einmal als mein Vater und meine Mutter sich fanden und dann ein weiteres Mal, durch zwei andere Pferde die du sehr gut kennst. Und einige Jahre vor diesen Pferden, auch durch eine Verbindung so wie die, durch die ich entstanden bin, aber das wirst du noch erfahren. Es gibt jedoch jemanden, der über dies alles Bescheid weiß und vielleicht wird er dir manche Frage besser beantworten können als ich. Der Kristall fiel ins Gras und Drak, wie ich den Schatten genannt hatte, lies sich auf einen Baumstumpf nieder. >> Das war ein weiterer Teil der Prophezeiung, hoffentlich gelingt der Rest genauso. << Drak hörte ein leises Scharren und dann Kalif´s wiehern. >> Was ist denn nun schon wieder? Jetzt kann es aber doch nur die Stute sein, oder? << Er stand auf und sammelte die Kristalle wieder ein, ohne Kalif und sein Scharren weiter zu beachten. Drak schloss die Kiste und war das Scharren dann Leid. >> Wenn du nicht sofort aufhörst mich zu nerven, gibt es Morgen keine Karotten zum Hafer. << Doch plötzlich roch er etwas. >> Moment, was ist das für ein verbrannter Geruch. O nein, mein Fisch. Ich hab ihn am Feuer vergessen. << Er rannte zum Feuer, dennoch es war zu spät. Sein Abendessen war nur noch ein Häuflein Asche.

>> Es ist vorbei. Nun werden wir vierzehn Tage in der realen Welt bleiben und dann wieder durch die Zeit schwimmen. Es ist immer das gleiche Schauspiel, wenn die Insel erscheint. << Sprach Nadahren mit ruhiger Stimme. >> Habt ihr jemals die Insel verlassen, so lange sie in der realen Welt war? << >> Nein, Arako wollte schon einmal über die Feuerberge fliegen, doch es ist viel zu gefährlich. Da sie unerlässlich Feuer, Felsen und Gase ausspucken. Zwar soll es noch eine andere Möglichkeit geben die Insel zu verlassen, doch wir haben uns bis jetzt nicht getraut. << >> Wie kann man die Insel verlassen? << >> Siehst du den Wasserfall dort? << Nadahren wies mit ihrem Kopf neben das Schloss. Am Berg war hoch oben ein riesiger Höhleneingang, aus dem ein kristallblauer Wasserfall kam. >> Ja. << >> Er endet in einem großem See, von dem ein Flüsschen in eine Höhle in den Feuerbergen fließt. Arako hat mir vor einiger Zeit erzählt, das diese Höhle angeblich auf die andere Seite führt. << >> Das war es was ich wissen wollte. Danke << Sagte ich, breitete die Flügel aus und erhob mich in die Lüfte. >> Wir treffen uns auf der anderen Seite von den Feuerbergen. << Rief ich noch und war schon weg.

Voller Widerwehr aß ich das Gift und spürte schon kurz darauf seine Wirkung. Mein Blick verklärte sich und jeder einzelne Muskel meines Körpers wurde von Augenblick, zu Augenblick schwächer. Unter der letzten Ehrerbietung meiner Kräfte sah ich noch ein einziges Mal über die Insel und dann zu meiner Sill. Ich schickte eine Welle der Magie von mir, die jede Stute der Insel wissen ließ, das ich sie alle auf ewig lieben würde. Ich spürte, wie meine Magie noch ein einziges Mal gegen das Gift ankämpfte, doch dann versagten auch ihre Kräfte und ich brach zusammen. Meine Silverstar hatte sich wieder erholt und rannte wiehernd zu mir. Sie legte sich neben meinen immer schwächer werdenden Körper und schmiegte ihren an meinen. Obwohl ich kaum noch etwas fühlte, so spürte ich ihre Wärme und ihr Leben. Etwas an Erinnerung, was ich mit mir nehmen wollte, wenn ich in der anderen Welt war. >> Bitte, bleibe bei mir. Kämpfe mit all deiner Macht. Du bist einer der Hüter und du kannst nicht sterben. << Sie konnte einen Moment lang noch meinen Herzschlag spüren, doch dann war da nichts mehr >> Firestorm, nein. << Schrie sie aus voller Kehle und die Macht ihrer Magie war über die ganze Insel zu hören.

Kapitel 5 & Kapitel 6

Ein neues Zeitalter und seine Freunde. & Die Suche nach Shadow´s Horn.

Die Zeit verrann wie der Sand in der Wüste und nagte auch an all dem, was ich kannte. So vergingen fast Neunhundert Jahre in denen ich in meiner Ruhestätte begraben lag und nicht wusste, was in der Welt geschah. Es waren gute, sowohl auch schlechte. Frieden und Krieg. Im Grunde starke Veränderungen, die durch meine Magie vielleicht besser ausgegangen wären. Ich konnte nicht ahnen, dass das Schicksal auserkoren hatte, mich wieder ins Spiel zu bringen. Auch ahnten zwei Menschen nicht, das sie an dem Ort, wo sie hin wollten, ihre Bestimmung erfüllen würden.

>> Jon, ich glaube das war es nicht, sieh nur sein Horn. << Jon schaute auf mein Horn und sah das es glühte. Meine Magie war erwacht, jedoch nur durch ihre Hilfe, denn sie war mehr als schwach durch das Gift. Plötzlich schoss ein greller Blitz auf sie beide zu, erfasste sie und verhüllt sie kurz. Ihre Pferde erschraken und Scherasade rannte aus Angst wieder in den Durchgang. Nun wieherte sie, ohne Vorwarnung schoss mein Kopf aus dem Sarg und aus voller Kehle antwortete ich mit einem Wiehern. >> Silverstar. << Schrie ich nun, doch dann erblickten meine Augen Highlight, sah das ich in der Höhle war und das Jon und Sarah mich mit geweiteten Augen anschauten. Als dann auch noch Scherasade wieder zurück kam, wusste ich nicht mehr ein noch aus und lies meinen Kopf wieder in den Sarg zurückgleiten.“ „Es muss dir sehr weh getan haben, als du entdecktest, das du nicht mehr bei Sill und den anderen warst.“ „Oh ja, das hat es. Noch heute empfinde ich tiefen Schmerz, wenn ich daran zurückdenke. Doch damals ahnte ich nicht, das sich mein Erwachen, wie ein Lauffeuer verbreitete.

Ich erschrak, als neben mir plötzlich wieder ein anderer Hengst erschien. Doch ohne das ich fragen konnte, wer er war, fing dieser an mit mir zu sprechen. >> Ich bin der Falke, das Schicksal aller. Du Ajeta Aleahe bist der Stein, der alles ins rollen bringen wird. Dein Sieg über Sarom, wird das Schicksal aller besiegeln, auch das meinige. Du alleine kannst uns alle zusammenführen und nur du, wirst jeden von uns auf den richtigen Weg bringen. Dein Blut ist das meine und mein Blut ist das deine. Wir sind alle ein Wesen und eine Kraft. Folge deinem vorherbestimmten Weg und besiegle das Schicksal. << Mit einer gewaltigen Kaskade aus Lichtern verschwand der Hengst wieder und ließ mich alleine, ohne das ich ahnte, wen ich eben getroffen hatte.“ „Wer war dieser Falke?“ „Das kann ich dir noch nicht sagen, bis heute habe ich ihn noch nicht getroffen. Doch ich hoffe im Grunde sehr, das sich dies ändert.

Zehnier schlug urplötzlich die Augen auf und wusste im ersten Moment nicht wo er war. Jedoch fiel es ihm nach einer Weile wieder ein. Er war noch immer in seiner kleinen Höhle und hatte geschlafen. Doch warum war er jetzt aufgewacht und was hatte ihn geweckt? Ein Alptraum? Nein, das konnte es nicht sein. Alpträume waren ihm fremd, aber was war es dann? Dann merkte er, was es gewesen war. >> Magie. << Sprach er und öffnete seine Sinne. Es stimmte, eindeutig war es Magie. Aber woher und wieso? Zehnier musste es herausfinden und machte sich daran seine Höhle zu verlassen. Er wusste ja auch nicht wie lange er geschlafen hatte und wie die Welt draußen aussah. Das Letzte, was er wusste, war der Grund warum er sich in diese Höhle begeben und die Jahrhunderte verschlafen hatte. Damals war die Magie am sterben. So Mancher wusste nicht warum, aber nicht Zehnier und seinesgleichen. Sie wussten was passiert war, denn das Wissen war den Phönix in die Wiege gelegt worden. Nicht wie es manchmal behauptet wurde, das die Drachen alles wüssten. Nicht sie waren es, die ständig ein neues Leben anfingen. Nicht sie waren es, die aus der Asche wieder auferstanden. Nein, das waren die Phönix. Zehnier wusste schon bald nicht mehr, wie oft er aus der Asche wiederauferstanden war, aber jedes Mal wurde er mit noch mehr Wissen wiedergeboren. Doch er war nicht mehr so wie die anderen, seit jenem Tag an dem er verflucht worden war und dann von einer Geheimnisvollen Gestalt gerettet wurde.

Highlight wieherte vor Ungeduld und endlich kam sie zu ihm. Scherasade streifte ihren Hals an seinen und wie ich dies sah, kamen in mir die Erinnerungen an längst vergangene Augenblicke hoch. Mein Herz wurde wieder von einer erdrückenden Schwere erfüllt und ich wusste, das dies was wir vorhatten die einzige Chance war Silverstar und die anderen wiederzusehen. Meine Erinnerungen verschwammen, als ich merkte wie Highlight und Scherasade auf mich zukamen und dann vor mir stehen blieben. Ich schnaubte, breitete die Flügel aus und berührte die Beiden. Schon so oft hatte ich dies getan, jedoch nie mit zwei gleichzeitig und vor allem hatte ich nicht meine volle Kraft. Doch für einen Rückzug war es zu spät. Mit Bedacht sammelte ich meine Kräfte und ließ ihnen freien Lauf.

Highlight lief nun auf Scherasade zu und fing an sie zu liebkosen. Wieder überkam mich dieses unbeschreibliche Gefühl der Einsamkeit. Ich dachte wieder an den Moment, den ich eben noch erlebt hatte. Wie ich meine Sill seit langer Zeit wieder berühren konnte. Jedoch tat es mir dennoch weh, das ich Aidara und Nadahren nicht mehr berühren konnte. Ich wusste das Highlight und Scherasade genauso zusammen gehörten, wie meine Stuten und ich. Mein Schmerz wurde immer stärker und ich wusste, das ich dies nicht mehr lange aushalten konnte. Mein Herz fasste einen Entschluss, um wenigstens etwas Schmerz von mir zu nehmen. Ich drehte mich um, öffnete meine Flügel und jagte in den Himmel davon in die Berge. Die Zurückgebliebenen sahen mir nach und wussten nicht mehr ein noch aus. Nur Nischatra und Zehnier ahnten was los war. Ihre Ahnung wurde wenige Momente später, durch ein sehnsuchterfülltes Wiehern, das aus den Bergen kam verstärkt.

Ich schluckte tief und versuchte meinen Verstand zu sammeln. Das Pferd, was dort unten lief, sah ähnlich aus wie meine Sill. Aber das konnte nicht sein, sie war auf der Insel und die Portale gingen nicht. Doch nun war meine Neugierde geweckt, öffnete meine Flügel und flog leise hinunter zu dem Pferd. Es hatte mich entdeckt, blieb stehen und sah zu mir. Sanft landete ich in einiger Entfernung von ihm und ich erkannte das mir meine Augen einen Streich gespielt hatten. Dort stand ein Pferd, aber es war ein Apfelschimmel und ich erkannte das arabische Blut. Es wieherte leise und ich musste erkennen, das es eine Stute war. Ich verstand nicht so Recht, wie das möglich war. Hier an diesem Ort, diese Stute zu finden, die noch dazu ein Araber war. Im Grunde, hätte ich nicht zu ihr fliegen sollen, doch ein wenig fühlte ich ein Verlangen in mir, das ich schon sehr lange hatte. Der Hengst in mir dürstete nach der Zärtlichkeit einer Stute und ich spürte das sie willig sein würde. Ich vergaß oft, dass ich auch das Blut der Pferde in mir hatte und ihr Instinkt sehr stark war, der mich schnell übermannen konnte, selbst wenn das Einhorn es nicht so ganz wollte. Sanft brummelte ich, ging mit tänzelndem Schritt auf sie zu und hielt den Hals imponierend gebeugt. Ich konnte nichts tun, denn es war nicht mehr ich, der die Kontrolle hatte. Mein Instinkt war zu stark geworden und führte mich auf diesen Weg, um mit der Stute eine Zeit der Zärtlichkeit zu verbringen. Sie quiekte sanft und willig, als ich sie an ihrem Schweif beknabberte und ließ meinen Puls rasen. Wir vereinten uns mit größter Wohllust und ich spürte, wie nun noch ein Teil der Schwere von mir genommen wurde. Ich stieg wieder ab von ihr und beknabberte sanft ihren Hals. Langsam ließ sie sich ins Gras sinken und ich erkannte, das sie wollte, das ich mich zu ihr legte. Ich tat es, schmiegte meinen Hals an ihren und schlief ein. Doch bevor meine Sinne mich ganz verließen, hörte ich etwas. >> Ruge. <<

>> Ich würde zu gerne Mal einen Sonnenaufgang auf der Insel sehen. Es muss bestimmt traumhaft sein. << >> Das ist es, besonders das Farbspiel mit der Zeit. Sieh die Sonne geht auf. << Sarah sah hin und erkannte was ich meinte, die Sonne erstrahlte nach und nach im ganzen Tal. Es war ein unbeschreiblicher Moment für sie, besonders als sie dann zu mir sah. Die Sonnenstrahlen verfingen sich in meinem Horn und wurden durch seine Windungen in alle Richtungen gebrochen. Alle Farben waren in den gebrochenen Lichtstrahlen zu sehen und überschwemmten mein Fell mit Hunderten von Regenbogen. Ich ließ ein Lächeln durch meine Augen gleiten und sah wieder dem Sonnenaufgang zu.“ „Ich habe das bei dir noch nie gesehen, in deinem Horn.“ „Das kommt wohl davon, das du selten in der Nähe bist, wenn das geschieht. Wir können ja morgen einen Sonnenaufgang beobachten, dann siehst du es auch einmal.“ „Gerne.“ „Ich wusste, das du nicht nein sagen würdest.

Er sah hin, sah die drei Einhornfiguren und war nun hellwach. Er rieb sich die Augen. >> Das kann nicht sein. << >> Doch es ist so. Der nächste Hüter ist da. << Alex nahm die neue Figur und sah sie sich genau an. Wie auch die andere, hatte sie Flügel bekommen. Nur war sie schwarz, hatte einen weißen Ring unterhalb vom Horn und eine leicht braunes Maul. Sie stellte die Figur wieder hin und sah sich die letzte weiße Einhornfigur an. >> Es ist wie ein Countdown. Wenn sich die letzte Figur verwandelt, erscheint der letzte Hüter und der Kreis schließt sich endlich. <<“ „Und die letzte Figur ist mein Vater gewesen.“ „Ja, wenn auch sie ihr wahres Gesicht erst zeigte, als es im Grunde schon zu spät war. Doch keiner von uns ahnte, was geschehen würde.

Ich wusste ganz genau was Jessie sah. Mein Horn, die Flügel und meine wahre Gestalt, das war es was sie sah. Ich wusste auch, das der schwere Unfall sie nicht nur körperlich verletzt hatte, sondern auch seelisch. Denn ich konnte ihn deutlich vor meinen Augen sehen und erlebte ihn mit. Es war ein grauenvoller Unfall, doch am meisten hatte Jessie ein großer Verlust zu schaffen gemacht. Sie verlor ihr eigenes geliebtes Pferd. Ich hörte seine Leidensschreie, bevor es durch einen schnellen Tod, mit dem Gnadenschuss eines Polizisten erlöst wurde, so deutlich wie sie damals. Menschen deren Seele derart verletzt worden waren, zogen sich in eine andere Welt zurück und sahen mehr als andere. Sie blickte in meine Seele und ich in ihre. Noch lange hätte ich so vor dem Mädchen liegen bleiben können, jedoch musste ich auch meiner Bestimmung folgen.

Vorsichtig drehte Alex an dem Rad einer Kutsche und legte einen Hebel um, der die Flagge eines Schlosses darstellte. Mit einemmal hörte ich die selbe Melodie und wurde wieder in ihren Bann gezogen. Es war als würde ich in eine andere Welt entführt und Dinge sah, die ich noch nie gesehen hatte. Ich habe erst heute erfahren, das es ein Lied aus der zerstörten Heimatwelt von Drak war, die davon handelte. Sie entführte einen wirklich an einen anderen Ort, zu dieser Welt von Drak und erzählte einem wie alles dort ausschaute. Sie hatte viel Magie in sich und es war, als würde man eine wirkliche Reise dorthin machen und all die wunderschönen Orte dort sehen. Doch sie entführte nicht jeden dorthin, es waren nur wenige die so stark in der Magie waren wie ich. Als die Melodie verstummte, erwachte ich aus meinem Traum. Ich schaute mir dieses unscheinbare Gebilde an. Im Inneren der Kugel war ein kleines Wäldchen und hinter den Bäumen, auf einer Lichtung, lag ein Einhorn mit Fohlen. Hinter den beiden ragte kaum sichtbar ein kleiner spitzer schwarzer leuchtender Stein aus dem Boden und er strahlte Magie aus, die meine Aufmerksamkeit weckte. Je mehr ich auf diese Magie einging, um so mehr war ich mir meiner Sache sicher.

Kapitel 7 / Kapitel 8 & Epilog

Dunkler Stern. & Das Ende einer Legende.

Metall klirrte, Funken sprühten und Blitze zuckten. Es war ein wahrer Kampf auf Leben und Tod. Drak spürte die Angst von Hersawe und es war ihm auch bewusst, das sie nach einem Ausweg suchte. Oft hatte er sie schon fliehen lassen, da er einen Funken Gutes in ihr spürte. Auch wenn sie Dreamok´s Tochter war, so war sie nur ein Halbdämon. Ihre Mutter war eine Fee gewesen, die sich Dreamok mit Gewalt genommen hatte. Dadurch war es ihr möglich in beiden Welten zu leben. Doch jetzt wäre es ihr lieber gewesen, wenn sie nur in Dreamok´s Welt existieren könnte. Hersawe machte einen schnellen Schritt zur Seite, um einem Abwärtshieb auszuweichen, aber sofort änderte sich die Richtung des Schwertes in einer fließenden Bewegung und sie konnte den Hieb gerade noch mit ihrem Schwert blocken. Sie spürte die Wucht des Aufpralls durch den ganzen Körper jagen und konnte schwer ihr Gleichgewicht halten. Schnell merkte sie, das die Schläge immer stärker und schneller wurden. Hersawe überkam eine schlimme Vorahnung und ihre Ahnung wurde bestätigt, als sie die Bewegungen sah, die sie schon oft gesehen und nie geglaubt hatte, das auch sie diese selbst erleben würde. Drak tat es weh dies zu tun, jedoch führte kein Weg daran vorbei, es stand zuviel auf dem Spiel. Er ergriff ihre Schwertklinge, schlug sie entzwei und ließ die Schwertspitze fallen. Sie sah wie er ihr den Rücken zudrehte, sein Schwert kreiste und wie die Klinge sich in ihren Körper bohrte. Auf Schmerz war sie vorbereitet, aber auf das was sie wirklich fühlte nicht. Da war kein Schmerz, nein. Es war eine unglaubliche Wärme und Geborgenheit, die sie umschmeichelte. Leise hörte sie einen Gesang, der sie müde werden ließ.

>> Ich werde ihr helfen, glaube mir und ich werde mit eurer Hilfe auch allen anderen helfen können. Möge die Donnerwelle alles wieder ins Gleichgewicht und uns Frieden bringen. << Drak verschwand auf das Dach und ging, auf so etwas wie eine Luftspiegelung zu. Kurze Zeit später war er wieder in der Luft und würde sich auf den Rückweg machen, wenn er noch die letzten beiden Sachen erledigt hätte.“ „Jessika?“ „Ja, unter anderem. Er würde zu ihr fliegen, aber jetzt war sein Ziel ein anderes, denn er hatte etwas für jemanden dabei.

>> Aha, also ein Indianer. Jetzt weiß ich auch woher du so gut in der Achterbahn schreien kannst. << Sarah lächelte ihn ein wenig an und er verstand was sie meinte. Im geheimen war er aber froh dies erfahren zu haben, da er nun auch einen starken Krieger in der Familie hatte. Jon beschloss mehr über ihn in Erfahrung zu bringen, wenn sie wieder zurück waren. Zehnier sah sich die Waffen aus der Nähe an. >> Ich habe schon vieles der Magie in meinem Leben kennen gelernt. Aber diese Magie ist etwas, das ich noch nie gefühlt habe. Und wisst ihr was, ich glaube sie leben. << >> Das glaub ich nicht. So etwas ist unmöglich. << >> Genauso wie ich, Nischatra, Firestorm und die Verwandlung von Highlight und Scherasade? Auch die Schrift von Drak? << Zehnier ließ seinen Blick auf Jon´s Augen ruhen und der musste erkennen, das der Phönix doch von vielem mehr wusste, als er zugab.

>> Vater, vergiss nie, das die Magie mehr als eine Seite und eine Lösung hat. Lingara, hat Fähret irgendetwas zu dir gesagt, nachdem er dich verflucht hatte? << >> Nicht viel, nur das er sich so an meinem Vater rächen wollte, die zwei Bedingungen und er sagte etwas spöttisch, nun finde deine große Liebe, vielleicht nützt sie dir ja noch etwas. << >> Nicht sehr viel. << Nezier schüttelte ihren Kopf und ihre lange Mähne glitzerte für einen Augenblick silbern auf. Ich sah dieses silberne Glitzern und wurde an meine Sill erinnert, viele wunderschöne Momente kamen mir in Erinnerung, viele Momente der Liebe und ihrer Liebkosungen. Mir kam ein Gedanke, als ich dabei an das dachte was Fähret gesagt hatte. Ich senkte meinen Kopf und berührte mit meinem Maul das Maul der Figur. Ein Leuchten kam von dem Maul, als ich es berührte, umhüllte die Figur und auch mich. Alex und Nezier wurden von dem aufblitzenden Licht geblendet und als sie wieder sehen konnten, stand ich vor ihnen und eine weißbräunliche Stute. Unsere Mäuler berührten sich noch immer. In mir kam ein beruhigendes Gefühl hoch, als ich den sanften warmen Atem der Stute spürte, der von meinen Nüstern sofort tief und innig eingesogen wurde. Lange hätten wir beide noch so stehen können, aber es stand zuviel auf dem Spiel.

Etwas riss ihn aus den Gedanken, der Kollisionsalarm meldete sich. Er sah nach vorne und ließ seinen Blick wandern. Aber nichts war in ihrer Flugbahn, dennoch war da eine Warnung. Von hinten konnte niemand kommen, kein Flugzeug flog so tief und es konnte ihn auch keine Aufklärerstaffel entdeckt haben, da der Steranktoscopter noch getarnt war. Trotzdem warf er einen Blick nach hinten und konnte gerade noch diesen Feuerkugeln ausweichen. >> Verdammt, wer zum Henker? Firestorm, o nein. Er darf nicht vor mir ankommen, erst müssen die Wilderer aus dem Weg sein. Es geht nicht anders, auch wenn wir gesehen werden sollten. Ich brauche eine Verbindung zur Scherake. Phönix soll starten und auf Abfangkurs gehen. So schnell wie möglich und sie soll vorsichtshalber Kalif mitbringen. Ich muss schneller als er am Ziel sein. << Er war nun in heller Aufregung, da ich sehr schnell war und somit mein Ziel früher als er gehofft hatte erreichen würde. Zwar wunderte Drak sich, das es zwei Kugeln waren, aber er wusste das ich es auf jeden Fall gewesen war. Er jagte die Turbinen hoch, um wenigstens etwas schneller zu sein.“ „Tja, und du ahntest nichts von dieser Verfolgungsjagd.“ „Nein, nicht im geringsten.

Drak fühlte sich frei, so frei wie er sich immer in Phönix fühlte. Der Jäger glitt wie eine Klinge der Gerechtigkeit durch die Welt und es würde keiner wagen sich ihr in den Weg zu stellen, wenn alle ihre wahre Kraft kennen würden. Viele Schlachten hatte er schon mit ihr geschlagen und keine bis jetzt verloren. Die Triebwerke heulten auf, als er Schub gab. Sie ließen eine Welle der Beschleunigung um das Flugzeug jagen und durch den Sog schossen hinter dem Jäger rechts und links zwei Meerwasserwände in den Himmel. Jemand der sie gehört hätte, würde unweigerlich denken müssen, das die Drachen wieder zurückgekommen wären.

>> Ich orte drei Hubschrauber, fünf Geländewagen und drei Transporter. Bei den Hubschraubern ist etwas was mich stutzig macht, sie haben schwere Waffen an Bord. << >> OK, dann wird es wohl etwas schwieriger. Triebwerke an und auf in die Schlacht. << Um Phönix entstand ein Luftwirbel und im Nu waren sie auf Abfangkurs. >> Da vorne sind sie und sie haben uns, so wie es scheint noch nicht bemerkt. Nimm Peilung auf die Bodenfahrzeuge. Und Phönix, keiner darf entkommen. << Drak sagte diesen letzten Satz nicht gerne, aber es ging nicht anders. Immer noch stand zuviel auf dem Spiel. Die Raketen lösten sich, schossen unweigerlich auf ihre Ziele zu und trafen mit einer Wucht alle Wagen, so das einer der Hubschrauber von der Druckwelle mitgerissen wurde und zu Boden stürzte. Nun wussten die anderen Piloten, das sie verfolgt wurden und flogen beide in eine andere Richtung. Jedoch wusste Drak, das es ihnen nichts bringen würde. >> Die Firestorm raus. << Etwas versetzt unter der Kanzel kam eine große Gatlingkanone zum Vorschein. Die Rohre gaben einen kurzen Feuerstoß von sich, der einem Feuersturm glich und der zweite Hubschrauber ging in Flammen auf. Nun war im Grunde klar, warum sie den gleichen Namen hatten wie ich. >> Bleibt nur noch einer. << Phönix wendete und flog im Tiefflug auf das letzte Ziel zu. Dieser Pilot war nicht so dumm, er flog dicht über die Bäume und nutzte alle natürlichen Hindernisse, die er sehen konnte.

Ein weiter Schlag jagte an mir vorbei, aber diesmal antwortete ich auf diese Attacke. Meine Zähne gruben sich tief in das Bein und Swift schrie auf. Er schreckte zurück, um vielleicht so dem Schmerz zu entgehen. Jedoch hatte das zur Folge, dass ich stieg und kurze Zeit später Hufschläge auf ihn einprasselten, die noch mehr Schmerz verursachten. Darkstar wusste nicht wie ihm geschah, so einen Gegner hatte er bisslangen noch nie gehabt. So groß, schnell und wendig. Es ging nicht anders, er musste seine Stuten beschützen, meldete sich sein Instinkt und er griff wieder an. Aber ich hatte damit gerechnet und ließ die Attacke an mir vorbei in der Luft verpuffen. Mein Sohn schoss an mir ins Leere vorbei, dafür spürte er jetzt meinen Hinterhuf sprechen und er überschlug sich von der Wucht dieses Aufpralles. Ich wusste, das seine Kräfte noch nicht erwacht waren und dies die einzige Möglichkeit war sie zu wecken, vielleicht würde er dann verstehen. Darkstar schrie vor Schmerzen, denn der Huf hatte ihn schwer getroffen. Dennoch war dort immer noch eine gewisse Kampfkraft in dieser Stimme, die nicht aufgeben wollte. >> Gib auf, bevor ich dich noch richtig verletze. << >> Niemals. << >> Na gut, wenn du es nicht anders haben willst. Wir können ja auch auf höherer Ebene kämpfen. << Ich ließ meine Kräfte sich entfalten und vor Swift stand der Einhornhengst, der ich wirklich war. Mein Sohn schreckte zurück, aber der Instinkt war immer noch zu stark. Ob Pferd oder Einhorn, vor ihm stand ein Hengst, ein Rivale, den er besiegen musste, um seine Stuten zu schützen und so griff er wieder an. Doch wieder wich ich leichtfertig aus und diesmal traf ich Darkstar mit einem Flügel am Kopf, der sich dadurch ein weiteres Mal überschlug.

>> Faschira ist die Tochter von Mistral und mir. Mistral verließ Monate bevor Sarom zuschlug die Insel, um die anderen zu schützen. Doch sie kam nie wieder auf die Insel, sie starb am Alter, nachdem ich vergiftet worden war. Vorher brachte sie jedoch noch ein Fohlen zur Welt und gab ihr den Namen Faschira. Nezier hatte versucht Mistral zu finden und jetzt verstehe ich warum sie Faschira nicht finden konnte, sie war nicht mehr in unserem Land. Sie war hier mit dir und ich verstehe auch, warum sie sich nicht zeigt. Sie hat Angst, das du sie verstößt, wenn du ihre wahre Gestalt siehst. Ihre Einhornkräfte zeigten sich voll, als die Magie und ich erwachten. Ihre Kräfte sind nicht so wie bei den anderen an mich gebunden, da ich sie nicht verwandelt habe. Das heißt, das sie ein Einhorn ist und nicht so wie wir geflügelte. Dennoch musste sie einen Teil ihrer Kräfte nicht gehabt haben, da sie wohl sonst von Anfang an als Einhorn die Wälder durchstreift hätte. << Ich sah Nezier an und sie gab mir mit einem Nicken Recht. >> Also ich weiß nicht genau von was du da redest, aber es ist für mich im Endeffekt auch nicht wichtig. Ich liebe sie und sie liebt mich, das ist alles was zählt. Wichtiger ist jetzt meine Herde und das Tal. << Ich war froh über die Einstellung meines Sohnes gegenüber Faschira, wahrscheinlich konnte er auch nicht anders, weil sein Herz es ihm befahl.

Jedoch war auch in seinen Augen etwas das ihr sagte, das er Recht hatte. Selbst in den Augen hatte die Ewigkeit ihre Spuren hinterlassen. Sie wusste das Drak sehr alt war und schon lange bevor es Einhörner gab, gelebt haben muss. Sie drehte sich um und verließ den kleinen Wald in Richtung Swift. Er roch sie noch bevor er sie sah, doch er roch auch mit einemmal einen weiteren Geruch, der aus ihrer Richtung kam. Auch Nezier hatte mitbekommen, was geschah. Sie war nicht allein, auf dem Hügel hinter ihr erschien ein Reiter in einem großen schwarzen Umhang, auf einem schwarzweiß geschecktem Hengst. Das Pferd stieg und sie sahen etwas an den beiden, das an etwas unberührbares erinnerte. Auch wenn der Hengst äußerlich nicht aussah wie ein Einhorn, so hatte er aber seine Ausstrahlung und sein Reiter sah aus wie der Schatten der Zeit selbst. Nezier war schnell bewusst, wer es dort stand. Faschira bemerkte den Blick, der an ihr vorbei glitt. Doch als sie sich umschaute, flogen nur noch einige Blätter durch die Luft und Drak war wie eine Illusion verschwunden.

>> Die Shockwave. << Dachte er nur und sah hinter sich in den Himmel. Da war sie, die Scherake, der Engel der Lüfte, mit voll ausgebreiteten Solarsegeln. In einem wendigem Sturzflug kam sie auf das Portal zugeschossen und ließ gewaltige Salven auf das Tor zudonnern. Jedes Mal erzitterte das Tor unter der Wucht ihrer Bugwaffe, aber dennoch verschwand es nicht. Die riesigen Segel schimmerten im Sonnenlicht und ließen ihre Größe noch gewaltiger erscheinen. Das Schimmern wechselte von silbern zu einen starken Rot und die Wärme in ihrer Nähe stieg gewaltig an. Drak erkannte was sie nun tun würde, sie aktivierte die Treh Ajeta, das Sonnenfeuer. Eine kraftvolle Hitzewelle raste von ihr auf das Portal zu und lies es in einer gewaltigen Feuerkaskade verschwinden. Jedes Wesen, was nun durch das Portal kam, wurde Augenblicke später zu Asche. Drak spürte noch das riesige Wesen hinter dem Portal und es versuchte immer noch in diese Welt zu kommen, doch die Scherake ließ unerbittlich weiter die Kaskade um das Portal wüten. Er wusste, das diese Waffe eine dauerhafte war und die Scherake erst das Feuer einstellen würde, wäre das Portal weg. Gegen die Treh Ajeta war sogar so ein riesiges Wesen machtlos und das wusste es, denn es versuchte im Grunde noch nicht hindurch zu kommen. Dafür waren die anderen da, die ihm nun als Kanonenfutter dienten.

>> Die Shockwave. << Dachte er nur und sah hinter sich in den Himmel. Da war sie, die Scherake, der Engel der Lüfte, mit voll ausgebreiteten Solarsegeln. In einem wendigem Sturzflug kam sie auf das Portal zugeschossen und ließ gewaltige Salven auf das Tor zudonnern. Jedes Mal erzitterte das Tor unter der Wucht ihrer Bugwaffe, aber dennoch verschwand es nicht. Die riesigen Segel schimmerten im Sonnenlicht und ließen ihre Größe noch gewaltiger erscheinen. Das Schimmern wechselte von silbern zu einen starken Rot und die Wärme in ihrer Nähe stieg gewaltig an. Drak erkannte was sie nun tun würde, sie aktivierte die Treh Ajeta, das Sonnenfeuer. Eine kraftvolle Hitzewelle raste von ihr auf das Portal zu und lies es in einer gewaltigen Feuerkaskade verschwinden. Jedes Wesen, was nun durch das Portal kam, wurde Augenblicke später zu Asche. Drak spürte noch das riesige Wesen hinter dem Portal und es versuchte immer noch in diese Welt zu kommen, doch die Scherake ließ unerbittlich weiter die Kaskade um das Portal wüten. Er wusste, das diese Waffe eine dauerhafte war und die Scherake erst das Feuer einstellen würde, wäre das Portal weg. Gegen die Treh Ajeta war sogar so ein riesiges Wesen machtlos und das wusste es, denn es versuchte im Grunde noch nicht hindurch zu kommen. Dafür waren die anderen da, die ihm nun als Kanonenfutter dienten.

>> Oh doch, das tut er. Schau Mal auf den Turm dort. Siehst du das Blitzen? Das ist ein Fernrohr, er hat es unter Garantie hier im Schloss gefunden. Jetzt weiß er, das wir hier sind, aber er sieht nur Euch und mich. Doch die anderen fallen nicht unter meinen Stuten auf, da es viele schwarze und schwarzbraune sind. Es ist besser. Wenn er erst von ihnen erfährt, ist es zu spät. Jetzt würde ich mich erst einmal auf einen Kampf vorbereiten. << Ich wusste was ich tat, so hatte ich auch Zehnier gesagt in meinem Schweif zu bleiben, solange bis ich ihn brauchen würde. Neben mir hörte ich wie Alex alles an Zauber durchging, die uns helfen könnten und es waren viele. Einige davon, hatte selbst Toras noch nie benutzt. Sarah hielt ihre Augen nach allen Richtungen auf. Sie achtete auf jede Bewegung. Ich wusste das dies an dem Blut ihrer Ahnen lag und sie wieder die werden würde, wenn sie das Schwert ablegte. Jedoch war dies nur eine Vermutung. Der einzige der ruhig war, war Jon. Wahrscheinlich machte er sich keine großen Gedanken von dem was passieren würde, worüber ich auch froh war. Lange hatte ich versucht Darkstar, Highlight und Scherasade mit den Blicken zu folgen, dennoch hatte ich sie schnell aus den Augen verloren, was vielleicht auch gut war. Nezier hatte ich jedoch schon von Anfang an aus den Augen verloren, da sie wie ein Schatten verschwand. Sie war halt wie ich und sie hatte diese Fähigkeit von mir geerbt, so wie ich sie von meinem Vater hatte.

>> Darf ich dir vorstellen, das ist Darkstar und das neben ihm ist Nezier, sie sind beide von mir und Silverstar und somit sehr stark in der Magie. Ach ja, das zu deiner linken ist Highlight und zu deiner rechten seine Stute Scherasade. Wie du siehst, war ich fleißig damit mir Hilfe zu suchen. << >> Schön endlich deine Bekanntschaft zu machen, habe schon viel von dir gehört, natürlich nur schlechtes. << Highlight´s Augen ließen diese Bemerkung anders aussehen, als er sie ausgesprochen hatte. Sarom wurde kreidebleich, besonders als er die Blicke von Nezier und Darkstar spürte und auch fühlte, wie ihre Magie in ihnen aufstieg. Aber auch, das sie so schnell hinter ihnen gewesen waren, das selbst seine Leibwache sie nicht bemerkt hatte, bereitete ihm Furcht. >> Diesmal ist das Spiel entgültig aus. Was vor über neunhundert Jahren begann, soll heute enden. Darkstar, das Amulett. << Er warf es mit einer kräftigen Kopfbewegung auf mich zu, doch bevor es bei mir ankam, wurde es von Assam´s Schwert aus der Luft gefangen. >> Tötet sie. << Rief er nun und seine Männer stürzten sich auf uns. Darkstar, Highlight und Scherasade verteidigten sich mit Hörnern, Hufen und Flügeln, um Magie anwenden zu können, waren sie zu nah an den Soldaten. Nur Nezier war wie ein Schatten aus der Reichweite der Soldaten verschwunden und ließ Magie wirken. Sarah und Jon stellten sich vor mich und von Alex kam ein Zauber nach dem anderen. >> Das Amulett, ich brauche das Amulett. << Sarom versuchte sich aus dem Kampf herauszuhalten, so gut es ging und dann warf Assam es zu Sarom. Er streckte die Hände aus und hätte es fast gefangen, wenn nicht ein feuerfarbenes Etwas es aus der Luft gefangen hätte. Zu spät begriff er, das es ein Phönix war, der wieder in meinem Schweif verschwand. Fast glaubte Sarom ein Lächeln über mein Gesicht huschen zu sehen. Ich setzte mich in Bewegung, zwischen meinen kämpfenden Freunden und den Soldaten durch, als wären sie nicht da. Kam einer der Krieger mir trotzdem zu nah, wurde er von einem gewaltigem Flügelschlag durch die Luft geschleudert und war auf der Stelle tot. Ich ging zu meiner Sill und gab ihr einen sanften Kuss aufs Maul. Sie öffnete die Augen und sah mich an.

Darkstar wich immer mehr zurück, für Sarom war der Gang etwas schmal und die Krallen der Drachenflügel ließen riesige Risse in der Decke entstehen, dadurch war er sehr langsam. Was meinem Sohn jedoch zugute kam. >> Warte nur, ich kriege dich noch. << Das Katz und Mausspiel ging so lange, bis sie in die Vorhalle kamen, Swift mit einem großen Satz die Treppen nahm und mit ein paar Flügelschlägen die Schlosstore erreicht hatte. >> Das nützt dir auch nichts. << Sarom war schnell bei den Toren und folgte dem Einhorn hindurch. Draußen auf dem Hof waren die Kämpfe noch voll im Gang und keine Seite gab nach. Nezier sah den Drachen, aber sie nutzte ihre Magie eher um sich und Sill zu verstecken, als den Drachen auf sie aufmerksam zu machen. Sie konnte wegen ihrer Mutter kein Risiko eingehen, aber sie wusste auch, das ich diesem Spuk noch ein Ende bereiten würde. Der Drache schaute sich um und entdeckte seine Beute, der Hengst war mit einigen Flügelschlägen zum Wald geflogen und gerade darin abgetaucht. Er folgte dem Einhorn, jedoch kam er nicht zwischen den Bäumen hindurch, da sie zu eng standen und er über ihnen kreisen musste. Ein Flammenstoß nach dem anderen jagte in den Wald und Darkstar wusste bald nicht mehr wo er hin sollte. Er hörte eine Explosion, die jedoch nicht von dem Drachen kam, sondern vom Schloss. Eine gewaltige Flamme war durch die Schlossmauer gebrochen und schoss nun auf Sarom zu. Es ging alles so schnell, das er der Flamme nicht mehr ausweichen konnte und von dem Aufprall in den Wald geschleudert wurde. Die Flamme verlosch und zum Vorschein kam jemand, den Darkstar schon nicht mehr erwartet hatte.

Es musste zerstört werden und das so schnell wie möglich. Highlight wusste, das es nun an ihm lag und er senkte seinen Kopf um das Amulett mit seinem Horn zu zerstören. Noch immer versuchten wir verzweifelt das Amulett aus der Luft zu erkennen, aber das war nicht gerade leicht bei der Größe, die es hatte. >> Ich habe es. Es ist dort unten bei Highlight. O nein, er will es mit seinem Horn zerstören. << Rief Zehnier. Ich wendete sofort und ging in einen Sturzflug, um ihn noch rechtzeitig zu erreichen. >> Highlight tu es nicht, es ist zu gefährlich. << Schrie ich aus voller Kehle, doch ich sah, das es zu spät war. Sein Horn berührte schon das Amulett und dunkle Blitze umzuckten ihn. Ich hoffe du verkraftest das Weitere noch Nodesch? Ansonsten höre ich auf.“ „Nein, erzähl weiter. Ich muss genau wissen, was damals geschah und nur so komm ich meinem Vater immer näher. Doch was ist mit Sänära? Sie muss doch auch da gewesen sein und konnte nun nicht mehr tatenlos zusehen.“ „Sie war da. Aber der Schock war ihr nun in die Glieder gefahren und selbst ihre Magie versagte, so das sie statt der Taube, wieder die Einhornstute war. Sie spürte schon aus dieser Entfernung was Highlight nun fühlte und konnte nicht einen Schritt machen. Noch nie hatte er solchen Schmerz gefühlt. Er schrie auf und brach zusammen. Sein Leben verließ ihn und er spürte wie die Kühle des Todes kam. Highlight hatte nicht erwartet, das so etwas mit ihm geschehen würde. >> Highlight, nein. << Scherasade hatte bemerkt, was mit ihm geschehen war und kam ohne die Soldaten zu beachten auf ihn zu. Zwei Feuerbälle schossen an ihr vorbei und erledigten die Männer von Assam, die sie nun verfolgten. Ich landete neben ihnen und schleuderte das Amulett, mit einem kleinen Feuerstoß in eine Ecke. Mein Herz gefror fast, als ich das wiedererkannte, was auch Silverstar und ich durchgemacht hatten.

Sein Schwert fiel zu Boden und der lebloser Körper glitt daneben. Sarah zog ihr Schwert wieder zurück und man sah ihr die Erschöpfung an. Aber auch das sie spürte, wie sehr ihre Ahnen sie nun hoch feierten. Aber im Grunde hatte sie nichts davon, denn da war noch Highlights Verlust. Wir alle waren davon betroffen und kaum eines klaren Denkens fähig, was uns völlig vergessen lies, das da noch Kartok war. Er hatte sich leise davongeschlichen und ihm war es gelungen durch die Höhle zu flüchten. Es war ihm bewusst, das wir mit einem Boot angekommen waren und das wollte er nun für sich nutzen, um fliehen zu können. Schnell hatte er es gefunden und wollte gerade über die Reling klettern, als ein Ruder auf seinen Kopf prallte. Bewusstlos sackte er zusammen und lag im Sand. Frank legte das Ruder wieder zur Seite und grinste. >> Mein Lieber, die Party ist noch nicht vorbei und nur der Gastgeber sagt, wann der Gast gehen darf. Also, mach es dir einmal gemütlich. <<

Denn auf den Gesichtern meiner Stuten, kam nach und nach die Jugend zurück. Ich sah wie der Garten seine Schönheit wiederbekam und auch alles andere, seinen alten Zustand fand. Einzig zwei Dinge veränderten sich, anders als alles. Dreamok´s Amulett bekam Risse und zersprang in Tausende von Teilen, die wie Sternenstaub verschwanden und das Licht meiner Sill freigab. Das andere geschah im Garten. Tief in meinem Herzen, wusste ich, das dieses mehr als wichtig war und es nichts besseres gab, als dies zu tun um ihn zu ehren. In der Gartenmitte brach ein großer schwarz schimmernder Marmorblock aus dem Boden, der nun anfing an allen Seiten zu bröckeln. Nach und nach kam eine Form zu Stande und zu guter Letzt, konnte man erkennen was es war. Aus dem Block war eine wunderschöne Statue geworden, die das Aussehen von Highlight hatte. Doch ich war noch nicht fertig, denn um die Statue brach der Boden auf und viele wunderschöne Rosenranken wuchsen über den Boden. Sie umrankten den Sockel der Statue und auch einen Teil der Beine. Dann wie auf ein einziges Kommando öffneten sie alle zur selben Zeit ihre schwarzen Blüten, die feine rote und weiße Linien hatten. Mein Wiehern verklang und die Magie zog sich wieder zurück.

>> Vater. << Ich drehte mich um und sah Nezier vor mir. Ihre Augen leuchteten und ich ahnte, was im Grunde ihr Begehren war, doch sollte es nicht dazu kommen. Sänära kam zu uns und ich sah wie ihr Amulett aufleuchtete. Einen Bruchteil später erschien bei Nezier das gleiche Amulett unter einem gleißenden Leuchten und ich war ebenso verwirrt, wie meine Tochter. >> Es tut mir Leid Firestorm, aber ich muss Nezier mit mir nehmen. << >> Aber wieso? << >> Sie ist eine Einhornwächterin und hat eine mehr als wichtige Aufgabe. Es ist zu gefährlich, wenn sie hier bleibt, denn ihr könntet beide nicht widerstehen. Es gibt einige Regeln, an die sich eine Einhornwächterin halten muss und eine Regel verbietet es uns, sich mit einem anderem zu vereinen. Das heißt sie darf dir nicht nahe kommen, denn tut sie es doch, so erwartet sie eine Strafe. Es tut mir Leid, aber ich habe diese Regeln nicht gemacht und bin im Grunde auch nicht Glücklich darüber, aber es ist wie es ist und lässt sich nicht mehr ändern. << Ich sah ihr in die Augen und wusste, das es ernst war. Mein Blick wanderte zu Nezier und ich spürte, wie schwer ihr Herz nun wurde. Sie hatte über neunhundert Jahre auf mich gewartet und nun war ich doch wieder in die Ferne entschwunden. Ich sah, wie ihr eine Träne dem Auge entkam und wusste wie viel Schmerz dies nun für sie bedeutete. Liebevoll legte ich meinen Hals an ihren, sog ihren Geruch tief in meine Nüstern ein und wusste, das sie dies auch tat. Ich entlockte meiner Kehle ein Sehnsuchtsvolles Brummeln, das sie mir gleichsam beantwortete. Sie ließ ab von mir und sah mir in die Augen. >> Ich werde immer an dich denken und sehnsüchtig auf den Tag warten, an dem wir wieder vereint sind. << Sie drehte sich um und ging zu Sänära. >> Das werde ich auch meine kleine Nezier. <<

Mit sanften Schritt ging ich zu Scherasade und ermunterte sie aufzustehen, um uns ins Schloss zu folgen, damit sie sich ausruhen und ein wenig mit ihrem Schmerz zurecht finden konnte. Doch sie wusste, so wie wir alle, das Highlight ihr ein kleines Geschenk gegeben hatte, das elf Monate später das Licht der Welt erblicken sollte. Dich Nodesch.

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Donnerwelle