Teil 1 & 2DonnerwelleTeil 5 & 6

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Teil 3

„Wir wanderten bis zum Abend und machten auf einer Lichtung halt, die ich für sicher genug hielt. Auch wenn ich wußte das uns jemand folgte, aber wer es war wußte ich schon lange, nur Milrah und Barroc hatten denjenigen noch nicht bemerkt. >> Hier schlagen wir unser Nachtlager auf. << Milrah und Barroc waren mehr als erschöpft, denn mit mir Schritt zu halten, heißt das man Siebenmeilenstiefel braucht. >> Woher habt ihr diese Kraft und Ausdauer? Nicht mal ich habe soviel davon. << Oh, das hörte sich nach Anerkennung an und das von Barroc. Es schien als würde er mir langsam vertrauen, denn nur mit einem Freund spricht man über seine Schwächen. >> Drokar, ist es wegen mir, weil ich dies eine gesagt habe? << >> Nein Milrah, es ist nicht wegen ihnen. Ich war am denken und wenn ich denke vergesse ich alles um mich herum. << Ich setzte mich ins Gras und lehnte meinen Rücken an den Sattel. >> Was hat es mit dieser Statue und dem Zauberer auf sich? << Sagte ich und sah dabei in den Himmel. >> Einer Sage nach soll der Zauberer Jursa dem Urvater der Einhörner das Horn abgetrennt haben und es  in diese Statue hat einarbeiten lassen. << >> Das ist nichts neues, jeder Zauberer und Minnesänger kennt diese Sage, doch keiner weiß ob sie wahr ist. << >> Das stimmt, aber nicht jeder weiß das man mit dem Horn den Urvater wiedererwecken kann und das Jursa dank der Statue noch lebt. << Das ließ mich aufhorchen. >> Und ihr wißt wo die Statue ist? << >> Das stimmt, Barroc weiß wo sie ist. Doch es nützt uns nichts, da sie von Jursa´s Leibwächtern bewacht wird. << >> Barroc weißt du wie viele? << >> Es sind mehr als vier Dutzend. Ohne die Burgwachen versteht sich. << Aha, das hörte sich nach Spaß an. >> Ich helfe euch, zusammen schaffen wir das und ich weiß wer uns noch helfen wird. << >> Ihr wißt jemanden? << >> Ja, ein Freund von mir. Er heißt Hetrack, ist auch ein Freikämpfer und wohnt in dieser Gegend. So, nun sollten wir uns aber stärken und dann ausruhen. Es wird morgen ein langer Weg. << Ich packte meinen Proviant aus und sah wie Milrah anfing zu staunen, als ich erst einen Granatapfel, dann Trauben und einiges anderes an Obst herausholte. >> Ihr eßt kein Fleisch? << Über diese Frage war ich nicht überrascht. >> Doch, ich esse auch Fleisch, aber nur wenn ich mit der Kraft am Ende bin und das dauert bei mir sehr lange. Hauptsächlich ernähre ich mich von Obst und Gemüse. << Ich fing an zu essen und sah das auch Milrah nur Vegetarische Nahrung aß. Nur Barroc sah uns eine Weile an, bevor er sein Pökelfleisch wieder wegsteckte und mit uns aß. Es schmeckte ihm sogar. Ich hatte in dieser Welt und dieser Zeit nie mehr solche Menschen wie die beiden erlebt. >> Wie weit ist es zu diesem Hetrack? << Wollte Milrah von mir wissen. >> Nicht sehr weit. Etwas über einer halben Tagesreise. << >> Und er kann uns sicher helfen? << >> Wie gesagt ist er ein Freund von mir und auch ein Freikrieger, aber wir sollten uns jetzt ausruhen. << Ich legte mich hin und schlief ein. Doch mitten in der Nacht wachte ich auf und schaute mich um, da ich Geräusche gehört hatte. Die anderen schliefen noch, also erhob ich mich leise und lief in die Richtung aus der das Geräusch gekommen war. Dann kam aus der Dunkelheit ein großer Schatten auf mich zu, jedoch merkte ich schnell das es Kalif war und lief auf ihn zu, um ihm den Hals zu streicheln. Er legte sich ins Gras und ich tat es ihm gleich, lehnte mich an seine Schulter und streichelte weiter seinen Hals. >> Er mag dich sehr? << Ich hatte Milrah schon bemerkt als sie sich von ihrem Nachtlager erhoben hatte.  >> Das tut er. Ich hatte ihn gekauft als er noch vier Jahre alt war und seitdem ging es ihm besser als manch anderem Pferd, was ich gesehen hatte. So manches mal überlege auch ich, ob die Menschen die Tiere überhaupt verdient haben. Doch dann sehe ich Kalif und denke an all die anderen Menschen die ihren Begleiter auch so lieben wie ich es tue. Dennoch sehe ich bei euch etwas anderes. << Sie war sehr erstaunt als ich den letzten Satz ausgesprochen hatte. >> Wie meint ihr das? << >> So wie ich es meine. Ihr seid nicht das was ihr zu seien scheint. << >> Ihr wißt es also? << >> Das ihr kein Mensch seid? Ja, ich weiß es. Schon im Wirtshaus hatte ich es an eurer Stimme gemerkt, dann im Zimmer die leuchtende Stirn, der Blick, die Bewegung und wie ihr mit Kalif umgegangen seid hatte es zum Schluß bestätigt. Doch ich verstehe nicht warum. Aber ihr seid nicht das einzige Wesen in der falschen Gestalt. << >> Meint ihr Kalif? Ich spüre etwas in seiner Nähe, doch ich kann es nicht deuten. << >> Ganz falsch liegt ihr nicht, Kalif hat etwas magisches an sich, da auch Einhorn und Pegasusblut in ihm fließen. Doch von ihm spreche ich nicht. Ihr müßtet es eigentlich schon gemerkt haben. << >> Ihr meint euch? << >> Ja, ich bin auch ein magisches Wesen, wenn auch etwas anders und nicht mit dem Aussehen wie ihr es habt. Doch im Gegensatz zu euch, ist es mir erlaubt meine andere Gestalt selber zu wählen und ich kann jederzeit in meine richtige Körperform zurückkehren. << >> Ihr wißt was meine wahre Gestalt ist, nun möchte ich eure wissen. << >> Na gut, aber wehe ihr lacht. << >> Ich werde es schon nicht. << Sie kam zu mir und ich flüsterte es ihr ins Ohr. Ein kleines Schmunzeln kam über ihr Gesicht. >> Ihr seid eine. << >> Ja, das bin ich und ich regiere eine eigene Welt. Ich weiß das man sich das nur schwer vorstellen kann, aber so ist es nun mal. << >> Aber wie kommt ihr dann in unsere Welt? << >> Durch Portale. << Dies war die einfachste Erklärung, die ich ihr geben konnte. Schließlich kannte sie die Shee Haen, die Dragon und die anderen Raumschiffe nicht. Auch nicht Phönix, mein eigener Darkstarfighter cerotu. OK, damals war sie noch ein Darkstarfighter ceroan. Sie hatte mir schon in so mancher Schlacht zum Sieg verholfen. >> Und wo sind diese Portale? << >> Sie sind überall auf dieser und anderen Welten verteilt. << Kalif brummelte und ich sah zu ihm hin. >> Ihr habt gehört was er sagte. Also sollten wir uns jetzt schlafen legen. << >> Er sollte vorsichtig mit seinen Befehlen sein, sonst verführe ich ihn noch, wenn ich meine wahre Gestalt wieder habe. << Oha, das war ein direkter Treffer. Denn Kalif hatte sofort beide Augen auf und sah ihr nach, als sie wieder zum Lagerplatz ging. >> Denk an das was sie ist, du weißt wie Einhornstuten sind. Sie würde dir wahrscheinlich nur das Herz brechen. << Er schnaubte und gab mir somit Recht. >> Obwohl ich glaube, das es auch anders herum sein könnte. Aber vergiß nicht zu wem sie gehört. Du hast schließlich deine anderen Stuten und auf eine mehr oder weniger kommt es nicht an. << Es war eine ruhige Nacht und ein ebenso lauer Morgen. Barroc war mehr als überrascht, als er Kalif sah und noch mehr wie ich Milrah anbot auf ihm zu reiten, was sie dann auch tat. Doch ich glaube es lag mehr an dem Angebot von Kalif, als an meinem. Wahrscheinlich wäre Barroc noch mehr überrascht gewesen, wenn er wüßte, das ich Milrah´s Geheimnis wußte und das sie wußte das ich eine Schildkröte bin. Also machten wir uns auf den Weg, Milrah auf Kalif, Barroc und ich zu Fuß. Es war ein beschwerlicher Weg und so manches Mal wünschte ich mich in einen Drachen verwandeln zu können, doch es würde zu sehr auffallen. Endlich sah ich das Haus was ich gesucht hatte. >> In dem Haus dort wohnt Hetrack. << Das Haus sah sehr alt aus, obwohl es erst letzte Nacht gebaut wurde. Denn Hetrack war mein engster Vertrauter. Aber im Gegensatz zu mir war er ein Dimetrodon, also ein Dinosaurier. Ja, ich weiß das all das mit den Schildkröten, Dinosauriern und was weiß ich für Wesen sich nach einem Kindermärchen anhört. Aber auch wenn es sich so anhört ist es mehr als wahr und ihr dürft nicht vergessen das mein Volk nicht von dieser Welt stammt. So, weiter jetzt. Ich kannte ihn schon sehr lange und könnte mir keine Zeit ohne ihn denken. Er besitzt zwar nicht die Fähigkeiten die ich besitze, doch das machte er mit anderen Dingen und den Armbändern wett. Bis vor wenigen Stunden, stand er noch an meiner Stelle auf der Brücke von meinem Flaggschiff Shee Haen, das die Erde getarnt in einer Umlaufbahn umkreiste. Doch als er meine Nachricht bekommen hatte, war er sofort auf den Planeten gekommen und hatte alles vorbereitet. >> Es schaut sehr alt aus. << >> Das ist es auch. Jedes Mal wenn ich ihn besuche, traue ich mich kaum zu klopfen, vor Angst das es zusammen fällt. << Ich ging an die Tür und klopfte. In der Hoffnung das er eine Gestalt gewählt hatte die ich kannte.“

Teil 4

„Die Tür öffnete sich und mir fiel ein Stein vom Herzen. >> Hetrack schön dich zu sehen. << >> Ganz meinerseits, was führt dich in diese Gegend. << >> Meine beiden Begleiter hier brauchen etwas Hilfe und da bist du mir in den Sinn gekommen. << >> Kommt rein und erzählt mir euer Problem. Drokar und ich können euch sicher helfen. << Hetrack  spielte seine Rolle mehr als gut, wir erzählten ihm was los war, obwohl er ja schon alles aus meiner Nachricht erfahren hatte, aber ich hatte ihm nichts über das Geheimnis von Milrah erzählt. >> Und darum brauchen wir eure Hilfe. << Beendete Milrah ihren Satz und mein Vertrauter setzte sich ein nachdenkliche Miene auf, so das es aussah als ob er es sich überlegen würde. Doch es war schon von Anfang an klar das wir ihnen helfen. >> Na gut, ich gehe mit euch. << Die beiden waren begeistert über seine Entscheidung, jedoch fiel mir da etwas ein. >> Ich hoffe du nimmst nicht wieder deine Stute mit. Kalif spielt jedes Mal verrückt und deine Stute kommt immer trächtig zurück. Vor allem brauchen wir noch zwei weitere Pferde für die beiden. << >> Gut, das dürfte kein Problem werden. Ihr könnt euch vorher anschauen welche Pferde ihr wollt, aber vorher muss ich mit Drokar unter vier Augen sprechen. << Hetrack hatte dies mit einem beunruhigendem Unterton gesagt und das gefiel mir gar nicht. >> Ich komme gleich wieder. << Sagte ich zu den beiden anderen und folgte meinem Freund in ein anderes Zimmer. >> OK, was ist los? << >> Wir haben ein Problem Drokar. << >> Was für ein Problem? << >> Unsere Feinde haben den Planeten Montare entdeckt und zerstört. << >> Nein, das ist unmöglich. Wie konnten sie ihn finden, wir hatten ihn doch getarnt. Was ist mit dem Volk was dort lebte? << >> Wir konnten sie noch retten, aber die Transporter wären faßt zerstört worden, wenn die Koron sie nicht gerettet hätte. Sie hat durch den Kampf schwere Schäden erlitten und wir wissen nicht was wir noch tun sollen. Kasjupaija möchte dich sprechen, sie ist mit der Dragon in einer Umlaufbahn. << Wenn meine Frau hier war, hieß das nichts gutes. Denn sie war genauso ein Kämpfer wie ich und wenn sie sich mit ihrem Schiff von der Front zurück zog, war das mehr als beunruhigend. >> Bevor ich es vergesse Phönix steht getarnt hinterm Haus. << Das wiederum war eine gute Nachricht für mich. Ich ging zur Hintertür hinaus und stand vor einer freien Fläche. Jeder andere der diesen Platz betreten hätte, würde niemals ahnen das vor ihm der beste Jäger aller Zeiten stand. Auch wenn sie getarnt war konnte ich sie sehen. >> Phönix. << Phönix öffnete ihre Kanzel und senkte das Cockpit herab. Ich stieg ein und sie schloß die Kanzel wieder. >> Wie geht es dir? << >> Soweit gut. Hetrack hat dir erzählt was los ist? << >> Ja, das hat er. Es sind beunruhigende Nachrichten. Verbinde mich mit Kasjupaija. << Es dauerte nicht lange und vor meinen Augen erschien das Bild meiner Frau. >> Drokar, gut das du dich meldest, wenn auch aus einem unguten Grund. << >> Wie haben sie den Planeten entdeckt und wie hoch ist der Verlust? << >> Wir wissen es nicht so genau, vielleicht haben sie den Planeten durch Zufall entdeckt und die Verluste sind zum Glück gering. << >> Was ist mit dem Projekt? << >> Wir konnten es retten und es umkreist jetzt die Sonne der Erde, zum Glück war die Loroschar gerade auf der abgewandten Seite der Montare Sonne, als der Angriff begann und sie konnte durch ein Dimensionstor unbemerkt mit dem Projekt flüchten. Das Schiff entwickelt sich schneller als erwartet, doch es wird immer noch faßt Tausend Jahre dauern bis Hera ausgewachsen ist. Wer weiß was bis dahin noch alles passiert ist. Vielleicht haben sie bis dahin die Erde gefunden. << >> Das darf nicht passieren, da sie unsere letzte Hoffnung ist. Versucht was ihr könnt, ich werde auf diesem Planeten eine Lösung suchen. Laß Scherake und Taurus starten. Taurus soll getarnt im Pazifik landen und die Sekundär Waffe aktivieren, während Scherake die Erde umkreist und auf mein ruf wartet. Shee Haen soll Stellung vor der Loroschar beziehen und du mach ja keine Dummheiten. Im Moment ist es wichtiger diesen Planeten zu schützen und nicht die Wesen zu rächen, die bei dem Angriff auf Montare umgekommen sind. Wir sehen uns. << >> Bis bald. << Ich unterbrach die Verbindung. >> Was meinst du Phönix, wird Hera groß und stark genug werden? << >> Sie wird es. Da sie auch mein Blut in sich trägt, bin ich mir mehr als sicher. << Phönix und alle anderen Schiffe waren Organisch und dieses Schiff in das wir unsere Hoffnung setzten war eine Verbindung aus ihnen allen. >> Flieg zur Scherake. Ich werde dich rufen, falls ich dich brauche. << Phönix öffnete die Kanzel, ich stieg aus und entfernte mich. Die Kanzel schloß sich wieder und das Cockpit glitt in seine normale Position. Dann startete sie die Triebwerke und hob ab. Man sah nur noch einen Blitz und hörte ein brüllen, wie von einem Drachen. Was mehr als typisch war bei unseren Schiffen. Ich ging ins Haus zurück und sah Hetrack an. >> Machen wir uns auf den Weg. << Waren meine einzigen Worte an ihn, jedoch wußte ich das im eine Frage auf der Zunge lag. Ist es jetzt noch wichtig den beiden zu helfen diese Statue zu bekommen, wenn der Feind so nah war? Er konnte nicht ahnen das von dem was ich auf diesem Planeten tat, unser aller und die Zukunft des gesamten Universums davon abhing. Ich betrat den anderen Raum und sah das Milrah und Barroc an einem der Fenster standen. >> War das eben ein Drache? << Fragte mich Milrah, doch ich schüttelte den Kopf. >> Ich weiß nicht was es war, aber es war kein Drache. Kein Grund zur Beunruhigung. << Ich sah Barroc an und er nickte mir zustimmend zu. So langsam verstand er mich und wußte das er mir blind vertrauen konnte. >> Wir sollten uns jetzt auf den Weg machen. << Ich ging nach draußen und die anderen folgten mir. Neben dem Haus war eine riesige Weide auf der mehrere Pferde standen. Von der fast die Hälfte der Nachwuchs von Kalif war. >> Sucht euch zwei Pferde aus und keine Angst Milrah. Es geht ihnen genauso gut wie Kalif. << Als die beiden sich endlich ihre Pferde ausgesucht und wir alle bepackt hatten, ritten wir gen Süden, auf die Burg von Jursa zu.“

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