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Shailen Nohrein©

Teil 2Teil 3 & 4Teil 5 & 6

Teil 1

Oh hallo, ich freue mich euch zu sehen. Aber ihr habt bestimmt einen Grund hier zu sein und lasst mich raten. Ihr wollt eine Geschichte vom alten Drokar hören, der soviel mehr erlebt hat, als ihr in Tausenden von Leben. Nun gut, ich hätte da eine schöne zur Hand. Lehnt euch zurück und genießt die Ausschweifungen eurer Phantasie. Ich erzähle sie gerne und es weckt viele Erinnerungen an längst vergangene, so manches mal bessere Zeiten, die bei weitem weniger Hektik haben, als die heutige Zeit. Sie handelt von einer Suche nach einem Einhorn, von Magie, Abenteuer und der Liebe. Sie heißt die Jagd nach dem goldenen Einhorn, doch es ist nicht lebendig, es ist eine Statue. Gut, das Horn ist echt. Es gehörte dem Urväter der Einhörner. Ihr fragt euch jetzt sicher wie diese Statue an das Horn gekommen ist und warum ich es mir nicht schon von Anfang an geholt habe. Das ist schnell erklärt. Ich besuche diese Welt nur ab und zu mal, da mein Volk und ich auf einem Raumschiff, das ungefähr Hundertfünfzigtausend mal so groß wie die Erde ist, der Atarklasse angehört und Shee Haen heißt, leben. Warum ich es nicht mit den Scannern vom Raumschiff gesucht habe? Ganz einfach, stellt euch mal vor ihr spielt im Internet ein Onlinespiel und euer Gegenüber benutzt einen Cheat. Das findet ihr bestimmt nicht gerade fair, oder? Und nebenbei geht der Spaß an der Sache verloren. So ist das auch bei einer Schatzsuche. Gut, zurück zu dem Einhorn. Wie gesagt gehörte das Horn dem Urvater und es wurde ihm mit Hilfe eines Fluches von der Stirn abgetrennt. Ein Zauberer ließ es in die Statue einfassen und den Körper verstecken. Angeblich konnte man mit dem Horn diesen Urvater wieder erwecken. Der Zauberer wähnte sich in Sicherheit, doch es gab einen Verräter in seinen Reihen, der das Einhorn wieder erwecken und somit das Unrecht wieder gut machen wollte. Wer dieser Verräter war werdet ihr noch herausfinden müssen, da sonst die Spannung weg wäre. Bevor ich es noch vergesse, dieses Abenteuer spielte sich so ungefähr zum Beginn der Ritterzeit ab. Erwähnen muss ich noch meine Fähigkeit mich zu verwandeln, dadurch kann ich mich überall bewegen ohne Aufsehen zu erregen. Damals hatte ich die Gestalt eines Kriegers angenommen, da man in so einer Gestalt am wenigsten belästigt wird. In dieser Gestalt saß ich nun in einem Wirtshaus und war kräftig am schlemmen. Ich sah von meinem Essen auf, als eine schmale blonde Frau und ein etwas kräftigerer junger Mann mit braunen Haaren hinein kamen, die nicht zu diesen Menschen paßten, die das Wirtshaus besuchten. Besser gesagt sie fielen auf wie bunte Hunde. Was eigentlich nicht weiter schlimm war, doch damals kam jemand hinein den ich sehr gut kannte. Es war der verschlagene Tarnak, Anführer von einer Horde Ritter. Was viele nicht wußten war, das diese Ritter auf rauben, plündern und morden spezialisiert waren und jeder der dies erfahren hatte gehört nun zu ihnen, oder ist tot. OK, nicht jeder, da ich ja noch lebe und nicht zu seinen Leuten gehöre. Ich dachte mir das es vielleicht besser wäre, diese zwei bunten Hunde vor Tarnak zu beschützen. Also verlagerte ich mein Privatgelage in ihre Nähe, zuerst dachte dieser blöde Wirt ich wolle die Zeche prellen, aber als ich ihm einen Sack Gold gab, war Ruhe und ich konnte mich auf Tarnak und die bunten Hunde konzentrieren. >> Also ihr braucht eine schlagkräftige Truppe, um einen Schatz zurück zu holen, der euch gehört? << Tarnak hatte mal wieder seine schleimende Stimme ausgepackt, bei der ich ihm am liebsten den Dolch an die Kehle drücken und eine kleine aber schnelle Bewegung zur Seite machen würde, da sie nie etwas gutes bedeutete. >> Ja, man hat ihn uns vor einiger Zeit gestohlen und wir würden ihn gerne wieder haben. << Die Frau hatte eine Stimme die einem Engel glich, aber da war etwas in der Stimme das ich nicht so recht deuten konnte. Doch etwas war noch verrückter, ich spürte Magie. >> Nun gut, bevor ich einwillige, möchte ich wissen um was es sich handelt, von wem es gestohlen wurde und wie viel sie bieten können. << >> Es ist eine Statue, genauer gesagt eine Statue von einem Einhorn. << Einhorn? Sagte dieser Typ in meiner Nähe Einhorn, bei diesem Namen werde ich immer schnell hellhörig. >> Es wurde uns von einem Zauberer gestohlen und wir bieten ein drittel von unserem Land. << Oha, wenn Land im Spiel war, konnte es nur eine sehr wertvolle Statue sein. >> Ein drittel von ihrem Land? << >> Ja. Wir legen auch zwei Truhen voll Gold dazu. << Das war ein Fehler von der Frau Gold zu erwähnen. >> Na gut, wir machen es, aber das Gold gibt es im Voraus. << Ich hoffte das sie darauf nicht eingehen würden, da dies der Anfang für eine Falle war. >> Gut, wann und wo. << Ich hielt mir die Hände vors Gesicht und schüttelte nur den Kopf, bei so viel Dummheit. Sie hatten Glück das ich in dem Wirtshaus war und Tarnak hatte auch sehr viel Glück. Denn wären nicht noch andere Gäste in dem Wirtshaus gewesen, hätte ich ihn herausgefordert und das wäre schlecht für ihn ausgegangen. >> Morgen Mittag beim Druidenfelsen. Mit den Truhen. << >> Gut, bis Morgen. << Tarnak stand auf und ich auch, aber torkelnd. Denn ich hatte einen Entschluß gefaßt und spielte einen Betrunkenen. >> Noch ein Bier. Aber schnell. << Lallte ich vor mich hin und ließ mich gegen Tarnak fallen. >> Oh, pardon. War keine Absicht. << >> Setz dich wieder hin und schlaf deinen Rausch aus. << Tarnak schupste mich wieder auf die Bank, wobei er sehr viel Kraft einsetzen mußte, da ich nicht gerade klein war und ging aus dem Wirtshaus. Ich lachte innerlich, denn so einfältig wie er war, hatte er nicht bemerkt das ich ihm einen Jassackboten untergejubelt hatte. Wahrscheinlich fragt ihr euch was ein Jassackbote ist, er sieht aus wie eine Fliege oder ein Käfer, aber ist in Wirklichkeit eine Art Wanze und Peilsender in einem. OK, ich hatte am Anfang erwähnt das ich ungern Technologie bei einer Schatzsuche einsetze, aber ich wollte die beiden beschützen, da irgend etwas an ihnen war das mir sagte, bleibe bei ihnen und helfe bei allem was sie tun. >> Hier ist ihr Bier, aber sie sollten wohl besser ihren Rausch ausschlafen. << Der Wirt hatte mir mein Theaterspiel auch abgenommen. Aber das war egal, denn bei den bunten Hunden tat sich etwas. >> Was meinst du, ob er uns helfen kann? << >> Das kann ich dir nicht sagen Milrah. << Aha, die Frau hieß also Milrah, blieben nur noch zwei Fragen, wie hieß der Mann und was war an dieser Statue so wichtig. >> Barroc, warum müssen wir diesen Mann und seine Leute anwerben, ich traue ihnen nicht. << Gut, eine Frage wäre beantwortet und Milrah hatte recht, was Tarnak anging. >> Wir brauchen sie, ich wüßte nicht wie wir allein an den Wachen vorbei kommen sollten. << >> Na gut, ich verlasse mich auf dich. << Oha, das hört sich sehr nach einer Romanze an. Es war besser sie in diesem Moment allein zu lassen, doch morgen wäre ich wieder da.“

Teil 2

„OK, wo waren wir stehen geblieben. Ach ja, bei dem Wirtshaus. Also ich mietete eines der Zimmer und ging hoch um zu schlafen. Doch bevor ich einschlafen konnte, hörte ich aus dem Nebenzimmer Stimmen die mir sehr bekannt vorkamen. Es waren Milrah und Barroc, die sich unterhielten, leider etwas zu laut für meinen Geschmack. >> Warum hast du auch diesem Mann zwei Truhen Gold angeboten? << >> Du weißt wie wichtig dieses Horn für mich ist. Es darf nichts schief gehen. Also störe mich nicht wenn ich meine Kräfte gebrauche. << Was für Kräfte? Dachte ich mir nur. Ich wollte es jetzt genau wissen und ging zum Fenster, öffnete es und stieg hinaus. Zum Glück war es windstill und keiner war unten zu sehen. Also kletterte ich zum Nachbarfenster und lugte hindurch. Milrah stand mit geschlossen Augen und ausgestreckten Armen in der Mitte des Raumes. Sie war in Trance. Barroc stand  neben dem Fenster, doch er hatte mir den Rücken zugedreht. Dann geschah es, Milrah´s Stirn fing an zu leuchten und ihr Körper verschwamm. Magie, so kraftvoll wie ich sie noch nie in meinem Leben bei einem Menschen erlebt hatte. Ich kenne und beherrsche die Magie schon sehr lange, doch es gibt immer etwas neues zu entdecken. Etwas an dieser Magie kam mir sehr bekannt vor, aber mir fiel nicht ein woher. Ich beobachtete weiter dieses Schauspiel und erkannte das sie etwas erschuf. Es waren zwei Truhen. Die Bezahlung für Tarnak und seine Männer, also war er nicht der Einzige der falsch spielte. Vor allem weil die Truhen nur Illusionen waren. >> He, was macht ihr dort an dem Fenster? << Ich zuckte zusammen und schaute mich um. Es war die Stadtwache, die mich entdeckt hatte. >> Ach, nichts besonderes. Nur einen kleinen Abendspaziergang. << >> Auf einem Sims? << >> Das ist so eine dumme Angewohnheit von mir, ich war früher nämlich Seiltänzer. << >> Und das soll ich euch glauben. << >> Wer sind sie? << Kam es aus dem Fenster vor mir. Ich schaute hin und blickte in die Augen von Milrah, neben ihr stand Barroc und hatte sein Schwert gezogen. >> Alarm, ein Dieb. << Rief die Stadtwache nun. >> Ein Freund. << Antwortete ich Milrah und pfiff. Kurze Zeit später hörte man aus dem Stall vom Wirtshaus Holz krachen und das Tor sprang mit einem weiteren krachen auf. Es war Kalif, mein Araber, auf den ich mich immer verlassen konnte. Ich ließ mich hinabfallen und trieb ihn an. Wir galoppierten so schnell wie er nur konnte aus der Stadt. Als wir weit genug weg waren und ich keine Verfolger sah, parierte ich Kalif durch, bis er stand und strich ihm über seine Schulter. Kalif war ein besonderes Pferd, nicht nur wegen seiner Schnelligkeit und seiner Kraft, sondern auch wegen seinem Charakter und seiner Intelligenz. Wie gesagt war er ein Araber und schwarzweiß gescheckt, mit einer schwarzen Blesse auf der Stirn, die aussah wie ein Pfeil und das Haar von Mähne und Schweif war so weiß wie frischer Schnee. Ich hatte ihn vor ungefähr zwei Jahrhunderten von einem Kalifen gekauft, aber aus einem traurigen Grund, den ich so manches Mal lieber vergessen möchte. Oh, ihr fragt euch wahrscheinlich warum er noch lebt. Ihr müßt wissen das mein Volk Technologisch sehr weit fortgeschritten ist und wir alle Krankheiten und auch den Tot besiegt haben. Außerdem ist er kein gewöhnlicher Araber, da auch Einhornblut in seinen Adern fließt. So, aber nun weiter. Ich lies Kalif laufen, der anfing zu grasen und auf alles in der Umgebung lauschte. Wenn jemand kommen würde, würde er mich wecken. Ich legte mich unter einem Baum nieder und erwachte erst wieder als die Sonne schon fast im Zenit stand. Nun hieß es sich zu beeilen. Ich rief Kalif und schob einen meiner Ärmel zurück und aktivierte meinen Armreif. Diesen Armreif, oder besser diese Armreifen, besitzt jedes Wesen in meinem Land. Auch die Haustiere, doch bei ihnen sind es meistens vier statt nur zwei Armreifen. Sie sind sehr wichtig, da sie als Ausweis, Kreditkarte, Schlüssel, Lebensüberwachung und als vieles andere noch dienen, ohne sie könnte man sich nicht auf einem der Schiffe oder meiner Heimat frei bewegen. Jedes Wesen was bei uns Geboren wird oder einwandert, bekommt sie. Dadurch das sie sich mit dem Gehirn verbinden, brauchen wir keine Tastaturen, Bildschirme oder Hologramme. Jedes Bild von ihnen wird direkt ins Bewußtsein projiziert. Auch Kalif besitz sie. Also, ich konzentrierte mich und dann erschien der Sattel auf seinem Rücken und die Trense auf seinem Kopf. Nicht das jemand denkt sie wären gebeamt, repliziert oder gar als Hologramm auf ihm projiziert worden. Nein, diese Technik ist weit überholt, wir verändern die Atome, oder besser die Quantronteilchen. Aber ich denke ich bleibe jetzt besser bei dem Abenteuer. Ich schwang mich auf den Sattel und ritt der Peilung vom Jassack nach zum Druidenfelsen. Doch als ich dort ankam erlebte ich eine Überraschung. Barroc hielt zwei bewußtlose Männer in den Händen und Milrah schlug gerade mit einem Stock auf Tarnak ein. Ich war froh das sie nicht den Jassackboten getroffen hatte und fast hätte ich angefangen zu lachen, doch ich bemerkte das sich zwei andere Männer auf Barroc und ein weiterer auf Milrah zu bewegten. Tarnak war nicht dumm, das wußte ich, mich hätte es nicht gewundert wenn da noch mehr gewesen wären. Barroc und Milrah hatten die Männer noch nicht bemerkt, also mußte ich handeln. Doch ich durfte nicht meine wahre Stärke zeigen. Ich zog meinen Dolch der Sekunden später ein Schwert war. Es ist ein besonderes Schwert. Sein Griff besteht aus zwei gewunden Schlangen und die Klinge ist mit Zacken bestückt. Griff und Klinge sind zusammen Einszwanzig lang und über das gesamte Schwert sind Symbole und Zeichen verteilt. Also ich zog mein Schwert und griff an. Zuerst war der Mann bei Milrah dran, er lag nach zwei Hieben bewußtlos im Gras. Er hatte Glück das ich ihn nicht ins Jenseits befördert, oder einer von Kalif´s Hufen nicht getroffen hatte. Danach waren die zwei anderen dran. Barroc und Milrah trauten ihren Augen nicht, als sie sahen mit welcher Geschwindigkeit Kalif und ich kämpften. Für Tarnak war dies der richtige Zeitpunkt zu fliehen, doch er hatte nicht gemerkt das seine beiden Leute besiegt und mein Schwert zugeflogen kam. Es traf sein Kettenhemd und ließ ihn gegen einen Baum krachen, an dem er nun feststeckte. Barroc ließ die beiden Männer fallen und kam mir mit seinem Schwert, als ich abgestiegen war drohend entgegen. >> Du bist der, der uns letzte Nacht am Fenster beobachtet hat. << Er hielt mir das Schwert an die Kehle was bei mir äußerst gefährlich war. >> Ja, das war ich. Aber zu deiner eigenen Sicherheit würde ich an deiner Stelle das Schwert woanders hinhalten. << >> Warum sollte ich dies tun. Ich weiß ja nicht ob du Freund oder Feind bist. << >> Tja, selbst schuld. Ich hatte dich gewarnt. << Und ehe Barroc überhaupt merkte was los war, hatte er sein Schwert an der Kehle. >> Wenn ich ein Feind wäre, dann wärest du schon lange tot. << Ich gab ihm das Schwert zurück und ging zu Tarnak. >> Warum hast du den zweien geholfen, mit deiner Kampfkraft und Intelligenz, wären wir unschlagbar. << >> Tut mir leid, aber ich gehöre zu den Guten und selbst wenn, meinst du etwa ernsthaft das ich Hilfe gebrauchen könnte. << Ich zog ein Seil hervor und fesselte Tarnak, nahm wieder mein Schwert und sah ihm in die Augen. >> Ich hoffe du hast nicht danach gegriffen. << >> Nein, das habe ich nicht. << >> Dein Glück, denn wenn doch, hättest du den nächsten Tag nicht mehr erlebt. Da ich der einzige bin der dieses Schwert berühren darf, jeden anderen hat es bis jetzt getötet. << Ich drehte mich um und glaubte ein déjà vu zu haben. Wie am Abend zuvor sah ich in Milrah´s Augen und sah etwas vertrautes in ihnen. Doch ich wußte noch immer nicht was es war. >> Warum habt ihr uns geholfen? << Das war eine gute Frage von ihr. >> Es ist meine Aufgabe Leben zu retten, da ich ein Freikämpfer für das Gute bin. << >> Das erklärt aber noch lange nicht was sie Gestern an unserem Fenster gemacht hatten. << Barroc hatte Recht, ich mußte mir eine Ausrede einfallen lassen. >> Ich hatte Gestern Geräusche aus ihrem Zimmer gehört und wollte nach dem rechten sehen. << >> Weshalb haben sie dann nicht einfach an unsere Tür geklopft? << >> Als Kämpfer müßtet ihr eigentlich wissen, das in einer gefährlichen Situation der Überraschungsmoment zählt. << Barroc wollte sich nicht so einfach geschlagen geben, doch Milrah lenkte zum Glück ein. >> Laß uns dankbar sein das er uns geholfen hat. Ich heiße Milrah und das ist Barroc. << Gut, ihr Vertrauen hatte ich, fehlte nur noch die Lösung zu dem Geheimnis um die Statue. >> Ich bin Drokar und wie ich schon erwähnte ein Freikrieger. << >> Soweit ich weiß, sind Freikrieger käufliche Söldner. << Barroc war noch immer nicht zufrieden. >> Nicht da wo ich herkomme, dort ist ein Freikrieger ein Kämpfer für das Gute und es ist eine Ehre an seiner Seite zu kämpfen. Vor allem weil man an seiner Seite länger überlebt als bei jemand anderem. Und außerdem gehöre ich zu einem Freikriegerclan der einen Schwur abgelegt hatte, für eine gute Sache zu kämpfen und wenn nötig auch zu sterben, was bei mir wahrscheinlich nicht so schnell geschehen wird. << >> Was habt ihr Gestern an dem Fenster alles gesehen? << >> Magie. << >> Und ihr habt keine Angst vor mir. << >> Warum? Auch wenn ich aussehe wie ein Krieger, heißt das noch lange nicht, das ich nicht auch die Magie beherrsche. Nehmt mein Schwert und ihr werdet es sehen. Keine Angst, das was ich Tarnak gesagt habe ist zwar wahr, aber es ist etwas anderes wenn ich es erlaube. << Milrah nahm mein Schwert und im selben Augenblick zuckte sie zusammen. >> Ihr habt gesagt das Schwert würde ihr nichts tun. << >> Es tut ihr auch nichts. << Sie gab es mir zurück und schaute mich erstaunt an. >> Es lebt und es singt. << >> Ja, das tut es. Das was es singt ist tief aus der Seele desjenigen der es berührt. Ich habe es eigenhändig erschaffen. << Ich ließ das Schwert zum Dolch werden und steckte es hinter meinen Rücken. >> Also seid ihr nicht nur Krieger, sondern auch Magier. Vielleicht kann er uns helfen. << Endlich hatte ich etwas Vertrauen von Barroc bekommen. >> Das ist eine guter Vorschlag. Könnt ihr uns helfen, wir zahlen auch jeden Preis. << >> Ich habe eure Belohnung gesehen. << Sah zu dem Wagen, machte eine Handbewegung und der Wagen mit dem Gold verschwand. Barroc sah mich ungläubig an und in Milrah´s Augen war die Erkenntnis das sie einen starken Verbündeten gefunden hatten. >> Doch ich bin nicht auf Gold aus. Mir reicht eine Geschichte mehr und die Gewißheit, das ich etwas Gutes getan habe. Meine Hilfe habt ihr, doch vorher möchte ich wissen worum es geht, aber bitte nicht nur das was ihr Gestern Tarnak erzählt habt. << Nun war bei beiden Fröhlichkeit aber auch Erstauntheit auf ihren Gesichtern zu entdecken. >> Ich war der Betrunkene vom Wirtshaus der Tarnak angerempelt hat. << >> Ihr habt uns belauscht? << Oha, das könnte das Vertrauen wieder zerstören. >> Ja, das habe ich, aber nur weil ich Tarnak kenne und ich wußte das er nichts gutes im Schilde führte. << Ich drehte mich um und hielt Tarnak meine Hand auf seine Stirn. Seine Lider fingen an zu flattern und er fiel in Trance. >> Was tut ihr da? << So langsam nervte Barroc mich. >> Ich lösche seine Erinnerungen an uns, was ich auch bei den anderen machen werde, so kann ich verhindern das er uns verfolgt. << Es war nicht schwer die Erinnerungen bei ihnen zu löschen, da Tarnak und seine Männer einen sehr niedrigen IQ hatten. >> So, das war der Letzte. Ich würde sagen das wir uns jetzt einen anderen Ort suchen wo wir alles besprechen können. << Ich pfiff und sofort kam Kalif angaloppiert, worauf ich aufstieg. Milrah ging zu ihm hin und streichelte seinen Kopf. >> Ich habe noch nie so ein Pferd gesehen, von welcher Rasse stammt er ab? << >> Kalif ist ein Araber, diese Rasse gibt es derzeit nur in Arabien. Araber sind eine besondere Rasse, keine andere Rasse vereint so vollendet Feuer, Sanftmut, Härte, Anhänglichkeit und Leistungsbereitschaft. Nicht umsonst gibt es in dem Land aus dem sie kommen eine Legende die besagt: Allah nahm eine Handvoll Südwind und schuf daraus das Pferd. << Es war etwas merkwürdiges dabei wie Milrah ihn streichelte, eine Zärtlichkeit, die als ob sie von einem anderen Pferd kämm. >> Wo sind eure Pferde? << >> Wir haben keine. << Nun erstaunte Barroc mich sehr und das ist nicht gerade leicht. >> Warum habt ihr keine Pferde? Ohne ein Pferd ist man in so einer Welt verloren. << >> Weil ich es nicht möchte, wir haben diese Wesen regelrecht versklavt und eures ist bestimmt genauso, vielleicht nicht von euch aber, von jemandem anderen versklavt worden. << Wenn Milrah wüßte, wer wirklich vor ihr steht, würde sie nicht so mit mir reden. Denn jedes Wesen kann in meinem Land aus freien stücken wählen, ob es in der Natur oder bei einer Familie leben will. Ich hätte mich am liebsten zurück verwandelt, aber dann wäre sie wahrscheinlich in Ohnmacht gefallen. Doch vielleicht hätte Kalif ihr zeigen sollen was er wirklich war, dann hätte sie verstanden warum er mit mir durch die Welt zog. >> Gut, wenn ihr meint das Kalif versklavt worden ist, werde ich das ändern. << Ich stieg ab, öffnete den Gurt vom Sattel und nahm ihn ab. Nun nahm ich Kalif die Trense vom Kopf und gab ihm einen Klaps auf den Hintern. Er galoppierte in den Wald und war weg. >> Das hättet ihr nicht tun müssen. Er war doch euer Weggefährte. << >> Ihr meintet das er von jemandem versklavt worden wäre, also habe ich dieses Unrecht wieder gut gemacht. Barroc in welche Richtung? << Trotz seiner Erstauntheit zeigte er Richtung Süden. Ich nahm Sattel und Trense auf die Schulter und ging. Doch Milrah und Barroc standen immer noch am selben Fleck. >> Was ist, worauf wartet ihr, das die Dummköpfe wieder wach werden? << Rief ich. Endlich kamen die zwei hinterher und ich ging, trotz des schweren Gepäcks, im zügigen Tempo weiter.“

Teil 3 & 4Teil 5 & 6

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